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Ex-Heat-Guard Terry Rozier sieht sich federaler Bestechungsanklage wegen 100.000-Dollar-Schmiergeld gegenüber

Ex-Heat-Guard Terry Rozier sieht sich federaler Bestechungsanklage wegen 100.000-Dollar-Schmiergeld gegenüber

Der ehemalige Guard der Miami Heat, Terry Rozier, sieht sich neuen federalen Vorwürfen gegenüber, denen zufolge er ein Schmiergeld in Höhe von 100.000 US-Dollar angenommen haben soll, um in einem Spiel im Jahr 2023, als er noch bei den Charlotte Hornets spielte, absichtlich schlecht zu spielen. Die Anklage, die am Donnerstag in einer ergänzenden Anklageschrift erhoben wurde, weitet eine groß angelegte Sportwetten-Untersuchung aus, die seit Oktober 2023 insgesamt 34 Beschuldigte erfasst hat.

Der mutmaßliche Plan

Die Staatsanwaltschaft behauptet, Rozier habe zugestimmt, seine Leistung während eines bestimmten Spiels der Hornets zu manipulieren, als Gegenleistung für die Zahlung. Die Anklageschrift nennt das Spiel nicht, doch mit dem Fall vertraute Quellen geben an, dass die angebliche Manipulation darauf abzielte, die Wettmärkte zu beeinflussen. Rozier wird beschuldigt, das Geld vor dem Spiel erhalten und dann unterdurchschnittlich gespielt zu haben – die genauen Spiel-für-Spiel-Details sind jedoch noch versiegelt.

Die Bestechungsanklage sieht eine Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis vor. Sie reiht sich in einen bereits anhängigen Betrugsfall (wire fraud) gegen Rozier ein. Die ergänzende Anklageschrift fasst die beiden Fälle faktisch zusammen, sodass Rozier nun einer kombinierten Reihe von Bundesanklagepunkten gegenübersteht.

Breitere Untersuchung

Die von der US-Staatsanwaltschaft für den östlichen Distrikt von New York geleitete Untersuchung wurde seit mehr als einem Jahr leise ausgeweitet. Die Ermittler haben eine Mischung aus aktuellen und ehemaligen NBA-Spielern, Teammitarbeitern und Wettern angeklagt, was sie als koordinierte Bemühung beschreiben, Spiele zugunsten von Wettgewinnen zu korrumpieren. Rozier ist der prominenteste Spieler, der bislang beschuldigt wird.

Die Untersuchung begann, nachdem unregelmäßige Wettmuster bei einigen Spielen der Saison 2022–2023 aufgefallen waren. Seitdem haben die Behörden mit Hilfe von Abhörmaßnahmen, Bankunterlagen und kooperierenden Zeugen Fälle aufgebaut. Zu den 34 Beschuldigten gehören Spieler wie Jontay Porter, der sich Anfang des Jahres in einem verwandten Verschwörungsfall schuldig bekannte.

Rechtlicher Stand und nächste Schritte

Roziers Anwalt hat sich zu den neuen Anklagepunkten noch nicht öffentlich geäußert. Der ehemalige Guard, der jetzt für die Miami Heat spielt, wurde am Donnerstag nicht festgenommen. Es wird erwartet, dass er sich in den kommenden Wochen stellt oder per Video zur Anklageverlesung erscheint. Ein Gerichtstermin wurde noch nicht festgelegt.

Sollte Rozier des Bestechungsvorwurfs für schuldig befunden werden, drohen ihm bis zu fünf Jahre Bundesgefängnis, dazu mögliche Geldstrafen und die Einziehung der angeblichen 100.000 US-Dollar. Der bestehende Betrugsvorwurf (wire fraud), der sich auf ein separates Schema bezieht, sieht eine Höchststrafe von 20 Jahren vor. Die beiden Fälle werden wahrscheinlich zusammen gelöst, obwohl in den Gerichtsunterlagen noch keine Vereinbarung über ein Geständnis diskutiert wurde.

Die NBA hat Rozier bis zum Abschluss des Strafverfahrens nicht suspendiert, aber die Liga beobachtet die Situation. Laut Tarifvertrag hat der Kommissar das Ermessen, Disziplinarmaßnahmen zu verhängen, wenn ein Spieler gegen die Anti-Glücksspiel-Richtlinie der Liga verstoßen hat. Rozier spielt weiterhin für die Heat, während der Fall läuft.