Die Seturion-Plattform der Boerse Stuttgart Group hat sich mit flatexDEGIRO und Societe Generale zusammengetan, um eine Blockchain-Infrastruktur für die Wertpapierabwicklung aufzubauen. Die Initiative zielt darauf ab, die fragmentierten Märkte Europas zu modernisieren und durch den Handel mit tokenisierten Vermögenswerten Kosten zu senken.
Europas Fragmentierungsproblem
Die Wertpapierabwicklung in Europa basiert auf isolierten nationalen Systemen. Das bedeutet langsamere Transaktionen und höhere Gebühren für Broker und Banken. Seturion, flatexDEGIRO und Societe Generale wollen tokenisierte Vermögenswerte nutzen, um diese Lücken zu schließen. Das derzeitige Flickwerk macht grenzüberschreitende Geschäfte umständlich.
Das Team, das es aufbaut
Seturion bringt die Abwicklungsexpertise der Boerse Stuttgart ein. flatexDEGIRO steuert die Brokerage-Skala in ganz Europa bei. Societe Generale trägt die Bankeninfrastruktur bei. Sie entwickeln eine gemeinsame Plattform, ohne konkrete Rollen zu benennen. Noch stellt niemand Budgets für Pilotprojekte bereit.
Warum Tokenisierung hier wichtig ist
Tokenisierte Wertpapiere könnten rund um die Uhr gehandelt und nahezu sofort abgewickelt werden. Es geht nicht um Krypto-Token, sondern um die Abbildung traditioneller Vermögenswerte auf der Blockchain. Die Partner argumentieren, dass dies die Bearbeitungszeiten in einem Markt verkürzen wird, der von veralteten Systemen geprägt ist. Es wurden keine Preisauswirkungen oder Marktkapitalisierungen genannt.
Was es zurückhält
Die Zustimmung anderer europäischer Banken und Broker zu gewinnen, wird nicht einfach sein. Nationale Aufsichtsbehörden haben den Plan noch nicht genehmigt. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase ohne Zeitplan. Die Partner haben nicht spezifiziert, wie sie die Integration mit bestehenden Systemen handhaben werden.
Die Branche wartet nun ab, ob dieses Konsortium die europäischen Abwicklungsakteure vereinen kann. Wichtige Entscheidungen zu technischen Standards und Governance sind noch offen.




