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IG Group erweitert Krypto-Handel nach Europa durch Partnerschaft mit Bitpanda

IG Group erweitert Krypto-Handel nach Europa durch Partnerschaft mit Bitpanda

IG Group, der an der Londoner Börse notierte Schwergewicht der traditionellen Finanzwelt, bringt seine Krypto-Handelsdienste europaweit auf den Markt. Das Unternehmen gab eine Partnerschaft mit Bitpanda bekannt, die es Privatkunden in ganz Europa ermöglicht, über die Plattform von IG Spot-Krypto zu kaufen und zu verkaufen.

Von Großbritannien nach Europa

IG wagte sich bereits 2023 mit Spot-Krypto für britische Privatkunden ins Wasser. Dieser Schritt war ein erster Test. Jetzt folgt die vollständige Expansion. Die Vereinbarung mit Bitpanda – einem in Wien ansässigen Krypto-Infrastrukturanbieter – verschafft IG ein sofort einsatzbereites Backend für Handel, Verwahrung und Abwicklung in mehreren europäischen Märkten. Welche Länder zuerst starten, wurde noch nicht bekannt gegeben, aber das Unternehmen erklärte, der Dienst sei jetzt für Neukunden verfügbar.

Warum Bitpanda

Bitpanda betreibt bereits White-Label-Krypto-Dienste für Banken und Broker in ganz Europa. Das Unternehmen ist in Österreich reguliert und besitzt Lizenzen in mehreren anderen EU-Staaten. Für IG bedeutet das, den mühsamen Weg eigener VASP-Registrierungen von Land zu Land zu überspringen. Stattdessen schaltet es sich an die bestehenden Schienen von Bitpanda an und bietet Spot-Bitcoin, Ether und einige andere Token an. Der Schritt erlaubt es IG auch, sich auf seine Kernkompetenzen – Handelsplattformen und Risikomanagement – zu konzentrieren, während Bitpanda die Krypto-Infrastruktur übernimmt.

IGs Krypto-Vorstoß

IG Group ist kein Krypto-natives Unternehmen. Es ist vor allem für Spread Betting, CFDs und Forex bekannt. Doch das Unternehmen beobachtet digitale Assets schon seit Jahren. Der Start in Großbritannien 2023 war ein Test. Jetzt wird skaliert. Der Zeitpunkt ist interessant: Die institutionelle Akzeptanz steigt, aber die Begeisterung der Privatanleger ist in Europa uneinheitlich. IG setzt darauf, dass seine bestehende Kundschaft – Händler, die der Marke bereits bei Forex und Indizes vertrauen – ihm auch in den Krypto-Bereich folgen wird. Die Partnerschaftsstruktur bedeutet zudem, dass IG die kapitalintensive Arbeit des Aufbaus einer eigenen Börse vermeidet. Es ist ein klassischer TradFi-Zug: Partner, nicht bauen.

IG hat keine Zielvorgaben für Kundenzahlen oder Handelsvolumen bekannt gegeben. Derzeit liegt der Fokus auf dem Onboarding europäischer Nutzer und der reibungslosen Integration von Bitpanda. Das Unternehmen muss auch die lokalen Krypto-Steuer- und Marketingvorschriften jedes Landes beachten – wobei die regulatorische Abdeckung von Bitpanda helfen sollte. In den kommenden Monaten sind weitere Ankündigungen zu erwarten, wenn IG festlegt, welche Token es unterstützt und welche Märkte es priorisiert.