Mastercard erweitert seine Stablecoin-Abwicklungsmöglichkeiten und unterstützt nun USDC, PYUSD, RLUSD und andere Stablecoins. Der Schritt, der diese Woche angekündigt wurde, ermöglicht es Händlern und Emittenten, Zahlungen mit diesen digitalen Währungen über mehrere Blockchains abzuwickeln. Dies ist ein weiteres Zeichen dafür, dass traditionelle Zahlungsnetzwerke Stablecoins als ernsthafte Alternative zu herkömmlichen Abwicklungsmethoden betrachten.
Die beteiligten Stablecoins
Zur erweiterten Liste gehören USDC, der zweitgrößte Stablecoin nach Marktkapitalisierung; PYUSD, PayPals an den Dollar gebundener Token; und RLUSD, ein relativ neuerer Stablecoin. Mastercard nannte nicht jeden Token, den es hinzufügt – nur, dass es nun diese drei sowie weitere unterstützt. Das ist eine breitere Palette als die früheren Stablecoin-Experimente des Unternehmens, die in ihrem Umfang begrenzter waren.
Mehrere Blockchains, eine Abwicklungsschiene
Mastercard gibt an, dass die neuen Abwicklungsoptionen über mehrere Blockchains hinweg funktionieren werden, ohne jedoch zu spezifizieren, welche. Diese Flexibilität ist wichtig: Stablecoins auf verschiedenen Chains können nun zur Abwicklung von Zahlungen über das Mastercard-Netzwerk verwendet werden, ohne die Nutzer auf eine einzelne Chain zu zwingen. Das Unternehmen testet Stablecoin-Abwicklungen seit Jahren, aber dies ist sein bislang breitester kommerzieller Vorstoß.
Warum der Zeitpunkt sinnvoll ist
Stablecoins ermöglichen es, Werte in Minuten statt Tagen zu bewegen. Durch die direkte Einbindung in sein Abwicklungssystem bietet Mastercard seinen Bank- und Händlerkunden eine schnellere und günstigere Möglichkeit, Transaktionen abzuschließen – insbesondere grenzüberschreitende. Der Schritt bringt das Unternehmen auch in direktere Konkurrenz zu Visa, das eigene Stablecoin-Abwicklungspiloten durchführt. Mastercard hat keinen Zeitplan für die Einführung bekannt gegeben, aber die Erweiterung signalisiert, dass Stablecoins im Mainstream-Zahlungsverkehr kein Randexperiment mehr sind.




