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Senatorin Warren fordert SEC auf, SpaceX-IPO wegen Risiken einer 2-Billionen-Dollar-Bewertung zu verschieben

Senatorin Warren fordert SEC auf, SpaceX-IPO wegen Risiken einer 2-Billionen-Dollar-Bewertung zu verschieben

Die US-Senatorin Elizabeth Warren (D-MA) forderte die Börsenaufsicht SEC am 10. Juni auf, den ursprünglich für den 12. Juni geplanten Börsengang von SpaceX zu verschieben. Warren warnte, dass eine mögliche Bewertung von 2 Billionen Dollar ernsthafte finanzielle Risiken für Altersvorsorgesparer und normale Privatanleger darstellen könnte.

Die Anfrage an die SEC

In einem Schreiben an SEC-Chef Gary Gensler argumentierte Warren, dass die erwartete Marktkapitalisierung von SpaceX – falls sie realisiert würde – das Raumfahrtunternehmen größer machen würde als viele Blue-Chip-Aktien. Sie erklärte, dass die Größe des Börsengangs und die Komplexität des Geschäftsmodells von SpaceX, das Satelliteninternet, Weltraumtourismus und Regierungsaufträge umfasst, es Privatanlegern erschweren könnten, die Risiken einzuschätzen. Die Senatorin forderte die Behörde auf, das Angebot sorgfältig zu prüfen, bevor sie es zulässt.

Warum die Warnung wichtig ist

SpaceX ist ein privates Unternehmen und wurde auf Sekundärmärkten mit rund 180 Milliarden Dollar bewertet. Berichte über eine Bewertung von 2 Billionen Dollar beim Börsengang würden diese Zahl weit übertreffen und das Unternehmen zu einem der wertvollsten der Welt machen. Warrens Sorge konzentriert sich auf die Möglichkeit eines plötzlichen Kursverfalls, wenn der Markt die Aktie nach dem Abklingen der Euphorie neu bewertet. Rentenfonds und 401(k)-Pläne, die in den Börsengang einsteigen, könnten hohe Verluste erleiden, so die Senatorin.

Was für Anleger auf dem Spiel steht

Die Senatorin verwies auf jüngste Börsengänge von wachstumsstarken Unternehmen, die zunächst stark stiegen und dann einbrachen, was Spätkäufern Verluste bescherte. Sie nannte keine konkreten Unternehmen, aber das Muster ist bekannt. SpaceX, mit seiner starken Abhängigkeit von Regierungsaufträgen und ehrgeizigen Zeitplänen für Marsmissionen, birgt einzigartige Risiken. Warren möchte, dass die SEC sicherstellt, dass der Prospekt diese Risiken klar darlegt und dass der Zuteilungsprozess institutionelle Anleger nicht gegenüber der Öffentlichkeit bevorzugt.

Nächste Schritte

Die SEC hat sich öffentlich nicht zu Warrens Anfrage geäußert. SpaceX hat sich zu der Forderung nach einer Verschiebung nicht geäußert. Stand 11. Juni war der Börsengang weiterhin für den 12. Juni im Kalender vorgesehen, aber die Behörde könnte noch eingreifen. Die Frage ist nun, ob die SEC auf die Warnung der Senatorin reagiert oder das Angebot wie geplant durchführen lässt.