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SoFis Krypto-Neustart erwirtschaftete im ersten Quartal 121,6 Millionen Dollar – fast alles floss in Kosten

SoFis Krypto-Neustart erwirtschaftete im ersten Quartal 121,6 Millionen Dollar – fast alles floss in Kosten

SoFis Rückkehr zu Krypto-Diensten brachte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 121,6 Millionen Dollar ein – doch fast jeder Dollar floss direkt wieder ab, um die Kosten zu decken, wie aus dem aktuellen Finanzbericht des Unternehmens hervorgeht. Die Zahlen zeigen die Herausforderung, ein Krypto-Geschäft von Grund auf neu aufzubauen, nachdem das Unternehmen den privaten Handel Ende 2023 pausiert hatte.

Die Kosten des Geschäfts

Die 121,6 Millionen Dollar entsprechen dem Bruttoumsatz von SoFis Krypto-Sparte im ersten Quartal. Das Unternehmen gab jedoch bekannt, dass der Großteil dieser Summe durch direkte Kosten aufgebraucht wurde – denken Sie an Transaktionsgebühren, Verwahrungskosten und Infrastruktur. Das Ergebnis? Eine hauchdünne Marge, die von einem Neustart, der als Wachstumstreiber gedacht war, wenig übrig ließ.

SoFi hat weder den genauen Gewinn noch den Verlust ausgewiesen, aber die Botschaft ist klar: Die Einheit ist noch nicht selbsttragend. Sie gibt viel Geld aus, um Nutzer zu gewinnen und den operativen Aufwand für Handel, Verwahrung und Compliance zu bewältigen. Der Zeitpunkt ist nicht ideal – der breitere Kryptomarkt war in diesem Jahr schwankungsanfällig, und die Regulierungsbehörden sind weiterhin aufmerksam.

SoFiUSD tritt in den Unternehmenszahlungsverkehr ein

SoFi hat seinen eigenen Stablecoin, SoFiUSD, bereits im Dezember für Unternehmenszahlungen eingeführt. Die Idee war nicht, mit den großen Retail-Stablecoins wie USDC oder USDT zu konkurrieren, sondern sich eine Nische im B2B-Abwicklungsgeschäft zu schaffen. In einem separaten Schritt ging das Unternehmen eine Partnerschaft mit Mastercard ein, um Abwicklungsschienen bereitzustellen – so können Firmenkunden Werte mit SoFiUSD bewegen und diese über das bestehende Netzwerk von Mastercard abwickeln lassen.

Diese Partnerschaft ist noch jung. Es ist nicht klar, wie viel Volumen SoFiUSD seit dem Start bewegt hat oder ob Unternehmenskunden anbeißen. Doch das Stablecoin-Projekt ist eine andere Wette als das verlustbringende Privatkunden-Handelsgeschäft. Wenn SoFi genügend Firmenkunden dazu bringen kann, SoFiUSD für grenzüberschreitende Zahlungen oder Treasury-Operationen zu nutzen, sieht die Kostenstruktur deutlich besser aus als der Betrieb einer privaten Handelsplattform.

Vorerst verbrennt die Krypto-Sparte von SoFi Umsatz, um den Betrieb am Laufen zu halten. Die Zahlen des ersten Quartals sind eine Erinnerung daran, dass der Neustart eines Krypto-Produkts nicht billig ist – und dass die Rentabilität noch in weiter Ferne liegt.