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US-Arbeitslosenanträge bleiben dritte Woche unter 200.000 und erschweren Hoffnungen auf Zinssenkung der Fed

US-Arbeitslosenanträge bleiben dritte Woche unter 200.000 und erschweren Hoffnungen auf Zinssenkung der Fed

Der US-Arbeitsmarkt kühlt sich nicht ab. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bleiben laut den neuesten Daten bereits die dritte Woche in Folge unter 200.000. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaft weiterhin auf Hochtouren läuft – und es macht den nächsten Schritt der Federal Reserve in Bezug auf die Zinssätze deutlich ungewisser. Für die Kryptomärkte ist das Timing nicht ideal. Ein starker Arbeitsmarkt bedeutet in der Regel, dass die Fed mit Zinssenkungen zurückhält. Das hält den Dollar stark und setzt risikoreiche Anlagen wie Bitcoin unter Druck.

Was die Daten zeigen

Die Zahlen sind eindeutig: Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung liegen seit drei aufeinanderfolgenden Wochen unter der 200.000er-Marke. Dieses Niveau wird typischerweise mit einem angespannten Arbeitsmarkt assoziiert, auf dem Arbeitgeber nur ungern Mitarbeiter entlassen. Ökonomen beobachten diese Kennzahl genau, da sie eine Echtzeit-Momentaufnahme von Entlassungen liefert – und derzeit sind Entlassungen minimal.

Die Beständigkeit ist entscheidend. Eine Woche unter 200.000 könnte ein Ausreißer sein. Drei Wochen in Folge deuten auf einen Trend hin. Der Arbeitsmarkt ist nicht nur widerstandsfähig, er ist hartnäckig stark.

Die Federal Reserve hat signalisiert, dass sie die Zinssätze später in diesem Jahr senken möchte. Doch die Entscheidungen der Zentralbank sind datenabhängig, und die Arbeitsmarktdaten spielen nicht mit. Niedrige Arbeitslosenanträge bedeuten, dass die Wirtschaft keine Konjunkturimpulse benötigt – und verfrühte Zinssenkungen könnten die Inflation erneut anheizen.

Verzögerte Zinssenkungen sind nun das wahrscheinlichste Szenario. Das würde die Kreditkosten länger hoch halten, was genau das ist, was die Fed zur Abkühlung der Wirtschaft anstrebt. Aber das ist nicht das, was Krypto-Investoren hören wollen.

Der Krypto-Aspekt

Kryptowährungen tendieren dazu, in einem Niedrigzinsumfeld zu florieren. Wenn der Dollar schwach ist und die Renditen niedrig sind, suchen Anleger nach alternativen Wertaufbewahrungsmitteln. Ein starker Dollar und hohe Zinsen bewirken das Gegenteil – sie ziehen Kapital in traditionelle Anlagen und weg von riskanteren Wetten wie Krypto.

Wenn die Fed mit Zinssenkungen zurückhält, könnte der Dollar weiter an Stärke gewinnen. Das ist ein Gegenwind für Bitcoin und andere digitale Vermögenswerte, die in diesem Sommer bereits in einer Spanne gehandelt wurden. Der Markt wartet auf einen Katalysator, und diese Arbeitsmarktdaten sind es nicht.

Was kommt als Nächstes? Die nächste geldpolitische Sitzung der Fed ist im September. Bis dahin werden weitere Arbeitsmarktdaten eintreffen – einschließlich des monatlichen Arbeitsmarktberichts, der später in diesem Monat ansteht. Wenn die Arbeitslosenanträge niedrig bleiben, wird die Argumentation für eine Zinssenkung im September schwächer. Krypto-Händler werden diese Zahlen ebenso aufmerksam verfolgen wie den Anleihemarkt.