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75 % der EU-Krypto-Unternehmen stehen am 1. Juli vor der MiCA-Frist – viele noch nicht bereit

75 % der EU-Krypto-Unternehmen stehen am 1. Juli vor der MiCA-Frist – viele noch nicht bereit

Die Markets in Crypto-Assets-Verordnung der Europäischen Union, kurz MiCA, stellt die Annahme von Unternehmen in der Übergangsphase zum 1. Juli 2026 ein. Zwei Wochen vor Ablauf der Frist schätzt man, dass 75 % der in der EU ansässigen Krypto-Unternehmen noch keine vollständige Zulassung besitzen. Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit riskiert, das Recht zu verlieren, Kunden in der Region zu bedienen.

Der Stichtag 1. Juli

MiCA trat letztes Jahr in Kraft, doch eine Übergangszeit erlaubte es bestehenden Krypto-Unternehmen, unter erleichterten Bedingungen zu operieren, während sie eine Vollzulassung beantragten. Diese Schonfrist endet in etwas mehr als zwei Wochen. Danach wird jedes Unternehmen, das noch mit vorläufigen Genehmigungen arbeitet, keine rechtliche Grundlage mehr haben, um Dienstleistungen für EU-Bürger anzubieten.

75 % noch in der Grauzone

Die Schätzung, dass drei von vier Unternehmen noch nicht vollständig zugelassen sind, stammt aus Branchenverfolgungen. Einige Unternehmen haben sich spät beworben; andere fanden den Compliance-Prozess anspruchsvoller als erwartet. Bei einigen ist die Zeit einfach abgelaufen. Die praktische Auswirkung: Eine Welle von Kunden könnte fast über Nacht den Zugang zu Wallets, Börsen und Verwahrungsdiensten verlieren.

Was eine Vollzulassung erfordert

Die vollständige Zulassung nach MiCA erfordert einen detaillierten Antrag, der Kapitalanforderungen, Governance, Verwahrung von Vermögenswerten und Kontrollen gegen Marktmissbrauch abdeckt. Der Prozess umfasst die Prüfung von Unterlagen durch die Aufsichtsbehörden des Heimatstaats, Interviews mit dem Management und oft die Forderung nach Änderungen. Viele Unternehmen, die früh begonnen haben, haben die Hürde genommen. Diejenigen, die noch warten, läuft die Zeit davon.

Kein Anzeichen für eine Gnadenfrist

Die EU-Aufsichtsbehörden haben durchweg betont, dass die Frist zum 1. Juli feststeht. Es gab keine öffentlichen Hinweise auf eine schrittweise Einführung oder eine Notverlängerung. Unternehmen, die das Datum verpassen, müssen die Aufnahme neuer Kunden stoppen und für bestehende Nutzer entweder Bestände auf ein autorisiertes Unternehmen übertragen oder Konten einfrieren, während sie die Compliance klären. Die nächsten zwei Wochen werden genau bestimmen, wie viele Unternehmen den Sprung schaffen – und wie viele Kunden ausgesperrt werden.