Aave hat die Ether-Leihgrenzen in sechs Netzwerken wiederhergestellt und damit Einschränkungen aufgehoben, die nach einem $230-Millionen-Angriff verhängt wurden. Dies signalisiert, dass die Befürchtungen einer Kettenreaktion im DeFi-Sektor nachlassen, nachdem Kreditgeber ihre Konditionen im Anschluss an einen separaten $292-Millionen-Hack im April verschärft hatten.
Warum die Grenzen gesenkt wurden
Nach dem $292-Millionen-Hack im April senkte Aave die Leihgrenzen für Ether drastisch, um potenzielle Verluste durch kaskadierende Liquidationen zu begrenzen. Die Entscheidung betraf Nutzer in mehreren Blockchain-Netzwerken und beschränkte die Menge an ETH, die sie gegen Kollateral aufnehmen konnten. Damals war der gesamte DeFi-Markt angespannt, da befürchtet wurde, dass ein einzelner Hack eine Kettenreaktion von Ausfällen auslösen könnte.
Der $230-Millionen-Angriff und seine Folgen
Der jüngste $230-Millionen-Angriff verstärkte diese Ängste, obwohl Aave selbst nicht direkt kompromittiert wurde. Der Angriff zielte auf ein Protokoll, das auf Aaves Liquidität angewiesen war, und zwang die Plattform, das Risiko neu zu bewerten. Die Leihgrenzen blieben wochenlang streng, während das Team nach Anzeichen von Instabilität Ausschau hielt.
Wiederherstellung in sechs Netzwerken
Nun hat Aave die Obergrenzen in allen sechs Netzwerken, in denen die Ether-Leihmöglichkeiten eingeschränkt wurden, wieder aufgehoben. Dadurch können Nutzer erneut ETH zu normalen Kollateralverhältnissen ausleihen. Das Risikomanagement-Team des Unternehmens kam zu dem Schluss, dass die mit den Angriffen verbundenen Worst-Case-Szenarien nicht eingetreten sind, sodass der Zugang ohne zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wieder freigegeben werden konnte.
Befürchtungen einer Kettenreaktion nehmen ab
Die Entscheidung fällt, während die Sorge vor einer weiteren Kettenreaktion im DeFi-Sektor nachlässt. In den Wochen nach dem $230-Millionen-Angriff hatten einige Kreditgeber den Markt verlassen, da sie befürchteten, dass eine Reihe von Hacks die Liquiditätspools leeren könnte. Mit dem Schritt von Aave scheint das Vertrauen jedoch zurückzukehren. Weitere Einschränkungen sind nicht zu erwarten, es sei denn, neue Sicherheitslücken tauchen auf.



