Eine Gruppe von 39 Landesbankenverbänden baut ein eigenes Blockchain-Netzwerk für Stablecoins, tokenisierte Einlagen und Abwicklung. Die BankChain Alliance, wie sich die Gruppe nennt, plant den Start im Jahr 2027 und hat noch keinen Technologiepartner benannt.
Eine Alternative im Eigentum der Branche
Die Allianz vertritt 3.283 Banken mit einem Vermögen von 21,8 Billionen US-Dollar. Ihre interimistische Vorsitzende ist Kathy Kraninger, die auch die Florida Bankers Association leitet. Das Angebot ist einfach: Banken ein Netzwerk geben, das sie kontrollieren, nicht eines, das von einem einzelnen Technologieanbieter gebaut oder von Krypto-Börsen dominiert wird.
Die Allianz erklärt, sie wolle mit anderen Systemen interoperabel sein und hat Banken im ganzen Land zur Beteiligung eingeladen. Das ist ein bewusster Kontrast zu geschlossenen, proprietären Plattformen.
Der Kampf um Stablecoin-Renditen
Banken bauen nicht nur Infrastruktur – sie lobbyieren auch für Regeln, die bestimmen, was sie damit tun können. Die Allianz hat zusammen mit der breiteren Bankenbranche Senatoren gedrängt, die Regeln für Stablecoin-Renditen im CLARITY Act zu verschärfen, dem im Senat anhängigen Gesetzentwurf zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte.
Abschnitt 404 dieses Gesetzentwurfs würde verbieten, Renditen auf Zahlungs-Stablecoins allein für das Halten zu zahlen, erhält aber aktivitätsbasierte Belohnungen. In einem Schreiben vom 13. Juli wiesen 78 Bankengruppen auf Unklarheiten im Gesetzentwurf hin und empfahlen, Abschnitt 404, Unterabschnitt (3)(B), zu streichen. Die American Bankers Association und die Independent Community Bankers of America haben beide unterzeichnet.
Ein Test im September
Die Senatoren kehren im September zum CLARITY Act zurück. Eine geplante Cloture-Abstimmung wird zeigen, ob die Renditeformulierung Bestand hat. Das ist der nächste konkrete Moment in einer Debatte, die den ganzen Sommer über an Fahrt gewonnen hat.




