Der Anti-Spam-Kampf von Bitcoin hat sich diese Woche verschärft, da BIP 110, ein Vorschlag zur Einschränkung von Daten durch eine Konsensänderung, fast keine Unterstützung von Minern erhält. Gleichzeitig bietet ein neuer DOG-Mode-Client einen anderen Weg – einen, der das Gegenteil von BIP 110 erreichen will, ohne dass eine Abstimmung erforderlich ist.
BIP 110s kühle Aufnahme
BIP 110 würde Grenzen für bestimmte Arten von Blockchain-Daten auferlegen. Um aktiv zu werden, benötigt es die Unterstützung der Miner durch Signalisierung. Diese ist ausgeblieben. Die mangelnde Zugkraft des Vorschlags zeigt die Schwierigkeit, eine Konsensänderung ohne breite Zustimmung durchzusetzen. Die Miner, die eine kontroverse Spaltung fürchten, halten sich zurück.
DOG Modes Alternative
Der DOG-Mode-Client verfolgt einen Bottom-up-Ansatz. Es handelt sich um ein Software-Update, das Benutzer freiwillig ausführen können. Sein Ziel ist das Gegenteil von BIP 110 – die Datenkapazität erweitern statt einschränken. Der entscheidende Unterschied: Es ist keine Miner-Abstimmung erforderlich. Wenn genügend Benutzer den Client übernehmen, verschiebt sich die Richtung des Netzwerks organisch, ohne formelles Protokoll-Upgrade.
Die Anti-Spam-Debatte
Der Anti-Spam-Kampf von Bitcoin ist nicht neu. Einige argumentieren, dass Blöcke mit Transaktionen von geringem Wert gefüllt werden, was die Gebühren in die Höhe treibt und legitime Nutzung verdrängt. Andere sehen jeden Versuch, Daten einzuschränken, als Bedrohung für das erlaubnisfreie Ethos von Bitcoin. BIP 110 und DOG Mode repräsentieren zwei konkurrierende Visionen zur Lösung des Problems – eine von oben nach unten, eine von unten nach oben.
Es ist keine formelle Abstimmung über BIP 110 geplant, und der Vorschlag scheint vorerst tot zu sein. Der DOG-Mode-Client soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Der wahre Test wird die Akzeptanz sein – wenn nicht genügend Benutzer ihn ausführen, geht die Debatte ohne Lösung weiter.




