Die in den USA notierten Bitcoin-Exchange-Traded-Funds (ETFs) zogen am Mittwoch 244,4 Millionen US-Dollar an und markierten damit den dritten Tag in Folge mit Nettozuflüssen. Die Dreitages-Summe beläuft sich nun auf 626 Millionen US-Dollar, wie aus von GFdaily zusammengestellten Daten hervorgeht.
Dreitages-Bilanz
Der Zufluss am Mittwoch folgt auf zwei frühere positive Tage in dieser Woche. Die kombinierte Summe von 626 Millionen US-Dollar ist die stärkste derartige Serie in den letzten Monaten. Die Fonds, die direkt Spot-Bitcoin halten, haben nach einem relativ ruhigen Juli eine deutliche Nachfragebelebung erlebt.
Kein einzelner Auslöser
Es gibt keinen offensichtlichen Auslöser für die Käufe. Keine neuen ETF-Zulassungen, keine größeren regulatorischen Änderungen, kein plötzlicher Preisanstieg. Stattdessen scheinen die Zuflüsse eine breitere Stimmungsverbesserung widerzuspiegeln. Der Beginn eines neuen Monats löst bei institutionellen Anlegern oft ein Portfolio-Rebalancing aus, was ein Faktor sein könnte. Auch der Bitcoin-Preis ist relativ stabil geblieben, was den Vermögenswert kurzfristig weniger volatil macht.
Was die Serie signalisiert
Drei Tage mit Zuflüssen machen noch keinen Trend, aber sie durchbrechen ein Muster. Während eines Großteils des zweiten Quartals verzeichneten die ETFs gemischte Zuflüsse, mit einigen Wochen mit Nettoabflüssen. Die aktuelle Serie deutet darauf hin, dass die Anleger-Nachfrage nach Bitcoin-Exposure zurückkehrt, zumindest vorerst. Die Gesamtsumme von 626 Millionen US-Dollar ist beachtlich, aber kein Rekord – die Fonds haben in der Vergangenheit größere Tageszuflüsse verzeichnet.
Die Zuflussdaten für Donnerstag werden später heute erwartet. Wenn das Tempo anhält, könnte die Wochensumme fast 1 Milliarde US-Dollar erreichen. Die entscheidende Frage ist, ob es sich um einen vorübergehenden Aufschwung oder den Beginn einer nachhaltigen Wende handelt. Vorerst fließt das Geld hinein, und die Serie ist die Geschichte.



