Die Protokolle von Bitcoin und Ethereum haben laut Berichten in dieser Woche insgesamt 35 Millionen Dollar durch Sicherheitsverletzungen verloren. Die Vorfälle, die die zugrunde liegende Software der beiden größten Blockchain-Netzwerke trafen, gehören zu den schwerwiegenderen direkten Angriffen auf die Protokollsicherheit der letzten Monate.
Das Ausmaß der Verluste
Die 35 Millionen Dollar umfassen separate Sicherheitsverletzungen bei Bitcoin und Ethereum. Details darüber, wie das Geld abhandenkam, sind rar, aber die Verluste sind bemerkenswert, weil sie die Protokolle selbst trafen – nicht Börsen, Wallets oder DeFi-Apps. Das bedeutet, dass die Schwachstellen im Kerncode existierten, der jedes Netzwerk betreibt.
Weder das Bitcoin Core-Team noch die Ethereum Foundation haben bis Freitag eine detaillierte Nachanalyse veröffentlicht. Der Zeitpunkt ist ungünstig: Beide Netzwerke stehen zunehmend unter Beobachtung von Regulierungsbehörden und institutionellen Investoren, die stärkere Sicherheitsgarantien fordern.
Was die Protokolle sagen
Bislang war die öffentliche Kommunikation minimal. Eine kurze Mitteilung auf der Bitcoin-Entwicklungsmailingliste bestätigte einen Fehler und forderte Knotenbetreiber auf, zu aktualisieren. Auf der Ethereum-Seite erwähnten Entwickler den Vorfall während eines routinemäßigen Calls, gaben jedoch keine Einzelheiten. Auf den Blogs beider Projekte wurden keine offiziellen Stellungnahmen veröffentlicht.
Der Mangel an Details lässt die Nutzer rätseln. Einige Sicherheitsforscher haben in sozialen Medien über die Angriffsvektoren spekuliert, aber nichts wurde bestätigt. Die betroffenen Teams untersuchen und patchen vermutlich noch, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen.
Was Nutzer wissen sollten
Für alltägliche Nutzer ist das Risiko indirekt – es sei denn, Sie betreiben einen Knoten oder nutzen einen Dienst, der direkt mit der Protokollebene interagiert. Börsen und Verwahrstellen, die große Mengen an Bitcoin und Ethereum halten, aktualisieren ihre Software wahrscheinlich bereits. Einzelne Halter müssen derzeit vermutlich nichts unternehmen, aber es ist immer eine gute Praxis, Wallets und Knoten auf dem neuesten Stand zu halten.
Der Verlust von 35 Millionen Dollar ist eine Erinnerung daran, dass selbst die kampferprobtesten Blockchains blinde Flecken haben können. Die Teams hinter Bitcoin und Ethereum arbeiten an Fehlerbehebungen, aber es gibt noch keinen Zeitplan für eine vollständige Offenlegung.



