Ether fiel am Montag um 4,64 % auf 1.831 $ und erreichte damit genau das Kursniveau, das der Händler Michaël van de Poppe als sein Kauf-bei-Rückgang-Ziel markiert hatte. Die Bewegung erfolgte, während das offene Interesse an ETH-Futures um 8,4 % anstieg, die Momentum-Indikatoren jedoch völlig flach wurden, was Händler über die nächste Richtung unsicher lässt.
Warum 1.831 $ wichtig ist
Van de Poppe, ein bekannter Krypto-Analyst, hat öffentlich 1.831 $ als die rote Linie für eine mögliche Erholung bezeichnet. Diese Zone ist keine willkürliche Zahl – es ist ein Niveau, bei dem ETH Anfang März bereits Kaufdruck fand. Da der Kurs nun genau diese Marke erreicht, beobachten die Marktteilnehmer, ob sich die Geschichte wiederholt oder die Verkäufer durchbrechen.
Ein Anstieg des offenen Interesses um 8,4 % bei fallendem Kurs deutet oft darauf hin, dass neue Short-Positionen eröffnet werden, die auf weitere Verluste setzen. Es könnte aber auch bedeuten, dass Händler Long-Positionen aufbauen, die auf ein Halten der Unterstützung hoffen. Der Anstieg des offenen Interesses erhöht die Spannung.
Was das MACD-Signal bedeutet
Der MACD – ein Momentum-Indikator, der die Differenz zwischen zwei gleitenden Durchschnitten verfolgt – ist völlig inert geworden. Er liegt nahe Null, ohne klaren Crossover. Das ist ein Zeichen von Unentschlossenheit. In technischer Hinsicht bedeutet es, dass der Markt derzeit keine starke Richtungsneigung hat. Ein flacher MACD nach einem großen Rückgang kann entweder eine scharfe Umkehr oder eine Fortsetzung der Bewegung vorausgehen, je nachdem, was als Nächstes passiert.
Für Ether gelten die nächsten 24 Stunden als kritisch. Hält das Niveau von 1.831 $ und kommen Käufer hinzu, könnte eine Erholung auf 1.900 $ oder 1.950 $ folgen. Bricht es, liegt die nächste Unterstützung bei etwa 1.750 $, einem Niveau, das seit Ende Februar nicht mehr getestet wurde.
Händler sind angespannt
Der breitere Kryptomarkt steht ebenfalls unter Druck. Bitcoin fiel parallel zu Ether um 2,3 %, aber der Rückgang von ETH war ausgeprägter. Das ETH/BTC-Paar liegt nahe seinem tiefsten Stand seit Monaten, was eine relative Schwäche für Altcoin-Inhaber darstellt.
Einige Händler warten auf einen Katalysator. Neuigkeiten zu Regulierungen, ETF-Zuflüsse oder ein großer DeFi-Exploit könnten die Waage kippen lassen. Bislang hat keine einzelne Schlagzeile die Bewegung ausgelöst – es scheint sich um einen technischen Ausverkauf in Kombination mit einer breiteren risikoscheuen Stimmung an den Aktienmärkten zu handeln.
Van de Poppe hat seit dem Erreichen seines Niveaus kein Update gepostet, aber seine Follower beobachten die Lage genau. Die Frage ist nun, ob die Unterstützungszone genügend Käufe anzieht, um den Rückgang zu stoppen, oder ob der flache MACD ein Vorbote weiterer Schmerzen ist.




