Galaxy Digital hat eine New York BitLicense und eine Geldtransfer-Genehmigung erhalten, wie das Unternehmen am Dienstag bestätigte. Die Lizenzen erlauben es dem Krypto-Finanzdienstleistungsunternehmen, regulierte Produkte und Dienstleistungen für institutionelle Kunden in New York anzubieten – einem Markt, der für Krypto-Firmen seit langem schwer zu erschließen ist.
Was die Lizenz ermöglicht
Mit der BitLicense kann Galaxy nun digitale Vermögenswerte für institutionelle Kunden mit Sitz in New York verwahren, handeln und verleihen. Die Geldtransfer-Genehmigung erweitert dies um Fiat-zu-Krypto-Konvertierungen und -Überweisungen. Für Galaxy ist es ein regulatorisches grünes Licht in einem Bundesstaat, der von Krypto-Unternehmen strenge Compliance verlangt – etwas, das viele Firmen vermieden oder nur schwer erreicht haben.
Warum New York wichtig ist
Die Finanzdienstleistungsbehörde von New York (DFS) überwacht das BitLicense-Programm und ist für ihr strenges Zulassungsverfahren bekannt. Nur eine Handvoll Unternehmen – Coinbase, Bitstamp, Genesis und einige andere – haben es geschafft, eine zu erhalten. Für Galaxy bedeutet der Besitz einer BitLicense, dass es direkt auf das institutionelle Kapital in New York zugreifen kann, ohne auf Drittpartner angewiesen zu sein. Der Bundesstaat beherbergt einige der weltweit größten Vermögensverwalter und Hedgefonds, sodass der Schritt Galaxy auf eine gleichberechtigtere Ebene mit traditionellen Finanzakteuren bringt, die dort bereits tätig sind.
Galaxys institutionelle Neuausrichtung
Das Unternehmen hat sich verstärkt in regulierte Dienstleistungen für professionelle Anleger vorgewagt. CEO Mike Novogratz hat öffentlich erklärt, dass Galaxys Zukunft darin besteht, Institutionen zu bedienen, nicht Privatanleger. Diese Genehmigung aus New York passt zu dieser Strategie. Sie kommt zudem zu einer Zeit, in der der breitere Kryptomarkt mit regulatorischer Unsicherheit anderswo zu kämpfen hat – was eine klare Genehmigung auf Bundesstaatsebene zu einem Unterscheidungsmerkmal macht. Galaxy kann nun Pensionsfonds, Stiftungen und Family Offices mitteilen, dass seine New Yorker Geschäfte beaufsichtigt, geprüft und konform sind.
Was kommt als Nächstes? Die Lizenzen sind jetzt aktiv. Galaxy wird sein Compliance-Team in New York ausbauen und unter dem neuen Rahmen Kunden an Bord holen müssen. Ob andere Bundesstaaten dem Beispiel New Yorks mit einer BitLicense-artigen Regulierung folgen – oder ob New York selbst die Regeln weiter verschärft – bleibt eine offene Frage. Vorerst hat Galaxy etwas, das viele Wettbewerber noch nicht haben: einen Zugang zum institutionellen Geld in New York.



