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Google-Ingenieur wegen Insiderhandels auf Polymarket im Wert von 2,75 Millionen Dollar angeklagt

Google-Ingenieur wegen Insiderhandels auf Polymarket im Wert von 2,75 Millionen Dollar angeklagt

Ein Google-Ingenieur ist im Zusammenhang mit mutmaßlichem Insiderhandel auf der Prognosemarkt-Plattform Polymarket angeklagt worden, wobei es um Geschäfte im Wert von 2,75 Millionen Dollar geht. Der Fall ist die zweite Bundesanklage wegen Insiderhandels auf Polymarket.

Die Vorwürfe

Bundesanwälte zufolge nutzte der Ingenieur nicht öffentliche Informationen, um Wetten auf Polymarket zu platzieren und mit Ereignissen zu profitieren, die noch nicht bekannt gegeben worden waren. Die genaue Art der Informationen wurde nicht offengelegt, doch die Anklage konzentriert sich auf Geschäfte, die dem Ingenieur 2,75 Millionen Dollar einbrachten.

Polymarket ermöglicht es Nutzern, auf die Ergebnisse realer Ereignisse zu wetten – von Wahlen bis hin zu Wirtschaftsdatenveröffentlichungen. Insiderhandel in solchen Märkten ist ein relativ neues Gebiet für Staatsanwälte, die sich normalerweise auf Aktien und Wertpapiere konzentrieren.

Ein zweiter Fall, ein neues Grenzgebiet

Dies ist nicht das erste Mal, dass Bundesbehörden wegen Insiderhandels auf Polymarket vorgehen. Der aktuelle Fall folgt auf eine frühere Strafverfolgung – die erste ihrer Art – die einen Präzedenzfall dafür schuf, wie Fehlverhalten auf Prognosemärkten behandelt wird. Auch in jenem früheren Fall wurde einer Person vorgeworfen, mit Insiderinformationen gehandelt zu haben.

Der Arbeitgeber des Ingenieurs, Google, hat sich nicht zu den Anklagen geäußert. Das Unternehmen überprüft üblicherweise das Verhalten seiner Mitarbeiter, wenn rechtliche Probleme auftreten.

Dem Ingenieur drohen im Falle einer Verurteilung mögliche Strafen, darunter Geldstrafen und Haft. Der Fall geht nun durch das Bundesgerichtssystem, ein Prozesstermin steht noch nicht fest. Vorerst dienen die Anklagen als Warnung an alle, die mit nicht öffentlichen Informationen auf Prognosemärkten wetten: Die Staatsanwälte beobachten die Lage.