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Have I Been Pwned stellt Kryptospenden aufgrund strengerer australischer Regeln ein

Have I Been Pwned stellt Kryptospenden aufgrund strengerer australischer Regeln ein

Troy Hunt, der Sicherheitsforscher hinter dem Datenleck-Benachrichtigungsdienst Have I Been Pwned, gab bekannt, dass das Projekt keine Kryptowährungsspenden mehr annehmen wird. Der Grund: Die verschärfte Überwachung digitaler Vermögenswerte in Australien hat Compliance-Anforderungen geschaffen, die Hunt als unerfüllbar bezeichnet, insbesondere für kleine, einmalige Beiträge.

Warum Hunt diese Entscheidung traf

Hunt, der in Australien ansässig ist, erklärte, dass die Anforderungen der Kryptowährungsaufsicht des Landes für einen spendenfinanzierten Dienst zu belastend geworden seien. Der Compliance-Aufwand sei, so führte er aus, für kleine Spenden unverhältnismäßig. Die Identität jedes Spenders zu überprüfen, der ein paar Dollar in Bitcoin oder Ethereum schickt, sei nicht praktikabel. Das Projekt müsste persönliche Daten von Spendern sammeln, was dem Datenschutzethos vieler Kryptonutzer widerspricht. Hunt nannte die Anforderung unerfüllbar.

Warum kleine Spenden das Problem sind

Have I Been Pwned ist auf freiwillige Beiträge angewiesen, um weiterzulaufen. Viele davon kommen in kleinen Beträgen von einzelnen Nutzern, die den Dienst unterstützen möchten. Nach den neuen australischen Regeln würde jede Spende die gleiche Sorgfaltspflicht erfordern wie eine große Transaktion. Das bedeutet, dass Namen, Adressen und Ausweisdokumente von Personen gesammelt werden müssten, die nur ein paar Euro schicken wollen. Hunt sagte, das sei für ein kleines Team nicht machbar.

Der Dienst wird weiterhin Spenden über traditionelle Methoden wie Kreditkarten und PayPal annehmen. Die Kernfunktion – Nutzer zu benachrichtigen, wenn ihre E-Mail-Adresse in einem Datenleck auftaucht – bleibt kostenlos. Hunt betonte, dass die Entscheidung nicht leicht gefallen sei, aber die regulatorische Lage keine Wahl gelassen habe. Die Änderung tritt sofort in Kraft.

Dieser Schritt zeigt die wachsende Spannung zwischen datenschutzorientierten Diensten und Geldwäschebekämpfungsvorschriften. Australien hat seine Kryptoregulierung verschärft, und andere Länder könnten folgen. Fürs Erste müssen Kryptospender andere Wege finden, das Projekt zu unterstützen. Hunt gab nicht bekannt, ob er die Regulierungen anfechten oder eine Ausnahmegenehmigung beantragen will.