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ICE-Chef Jeff Sprecher bezeichnet Hyperliquid als 'größer als Nasdaq' und deutet Zusammenarbeit an

ICE-Chef Jeff Sprecher bezeichnet Hyperliquid als 'größer als Nasdaq' und deutet Zusammenarbeit an

Der CEO der Intercontinental Exchange (ICE), der Muttergesellschaft der New Yorker Börse, lobte auf der Bernstein Annual Strategic Decision Conference öffentlich das dezentrale Derivate-Protokoll Hyperliquid und bezeichnete es als „größer als Nasdaq“. Die Äußerungen von Jeff Sprecher markieren einen bemerkenswerten Wandel für den Börsenriesen, der nun anstelle reiner Lobbyarbeit gegen dezentrale Finanzen eine mögliche Zusammenarbeit mit der DeFi-Plattform auslotet.

Lob auf der Bernstein-Konferenz

Sprechers Bemerkungen fielen während einer Diskussion über die Zukunft der Marktinfrastruktur. Er beschrieb Hyperliquid als ein Protokoll, das traditionelle Börsen bei bestimmten Kennzahlen bereits überflügelt habe, nannte jedoch keine konkreten Details. Die Unterstützungserklärung des CEOs für eine dezentrale Plattform überraschte einige Teilnehmer angesichts der langjährigen Rolle von ICE als zentrale Gegenpartei und Marktbetreiber.

Von Lobbyarbeit zur aktiven Erkundung

ICE verhielt sich gegenüber dezentralen Finanzen traditionell vorsichtig und setzte sich bei Regulierungsbehörden oft für strengere Regeln für Krypto-Derivate ein. Die Erkundung einer möglichen Zusammenarbeit mit Hyperliquid deutet jedoch auf eine Kehrtwende hin. Das Unternehmen könnte erwägen, DeFi-Liquidität oder -Technologie in seine eigenen Angebote zu integrieren, auch wenn noch keine formelle Vereinbarung bekannt gegeben wurde.

Was Hyperliquid einbringt

Hyperliquid ist eine dezentrale Derivatebörse, die auf einer eigenen Layer-1-Blockchain läuft. Sie gewann an Bedeutung durch den Handel mit niedriger Latenz und eine erlaubnisfreie Umgebung. Sprechers Vergleich mit Nasdaq – einem großen Konkurrenten – deutet auf das Ausmaß der Ambitionen hin. Die Marktstruktur des Protokolls, die traditionelle Clearinghäuser umgeht, könnte das bestehende Derivate-Geschäft von ICE ergänzen oder irgendwann herausfordern.

Was als Nächstes kommt

Weder ICE noch Hyperliquid haben Details zum Zeitplan oder Umfang einer möglichen Partnerschaft mitgeteilt. Die nächste vierteljährliche Gewinnmitteilung des Börsenbetreibers oder eine behördliche Einreichung könnte Aufschluss darüber geben, wie tief die Zusammenarbeit reicht. Im Moment beobachten sowohl die Krypto- als auch die traditionelle Finanzwelt gespannt, ob die Muttergesellschaft der NYSE den Sprung ins DeFi wagt – oder nur das Wasser testet.