Ein einzelner Händler verkaufte am Dienstag mehr als 29 Millionen Aktien des iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT) von BlackRock über einen Dark Pool – ein Block-Trade im Wert von 1,3 Milliarden Dollar, den Alex Thorn von Galaxy Digital als den größten IBIT-Trade bezeichnete, den er je gesehen habe. Der Verkaufsauftrag wurde um 14:30 Uhr UTC ausgeführt und war mehr als 22-mal größer als der zweitgrößte IBIT-Verkaufsauftrag desselben Tages, so Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas. Bitcoin fiel innerhalb von zehn Minuten nach dem Trade um 1,45 %, von 77.870 auf 76.721 Dollar, und erreichte später ein 24-Stunden-Tief von 75.600 Dollar – ein Tagesverlust von 2,5 %.
Der 1,3-Milliarden-Dollar-Dark-Pool-Trade
Dark Pools ermöglichen es großen Investoren, Aktien zu handeln, ohne ihre Karten auf dem öffentlichen Markt zu zeigen. Der Block-Trade am Dienstag wurde zu einem Preis von 43,16 Dollar pro Aktie ausgeführt, einem Preis, der dem Verkäufer dennoch einen ordentlichen Ausstieg bescherte. Die Identität des Händlers wurde nicht bekannt gegeben, aber der Umfang deutet auf ein Institut hin, das eine größere Position auflöst. Der Trade allein machte den Großteil des Nettoabflusses aus US-Spot-Bitcoin-ETFs an diesem Tag aus, der am Dienstag 333 Millionen Dollar betrug. Davon entfielen über 192 Millionen Dollar auf IBIT.
Auswirkungen auf Bitcoin
Der Zeitpunkt war ungünstig. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen seit dem 14. Mai Nettoabflüsse von über 2 Milliarden Dollar – acht Tage in Folge mit roten Zahlen. Der Flash-Drop am Dienstag drückte Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit Wochen, auch wenn er sich im späten Handel etwas erholte. Die Dark-Pool-Dump verstärkte den Verkaufsdruck in einem Moment, in dem die Stimmung bereits angespannt war.
Institutioneller Rückzug verschärft sich
Das große Geld zieht sich zurück. Jane Street reduzierte seine Bitcoin-ETF-Bestände im ersten Quartal um rund 70 %. Goldman Sachs baute seine Position um 10 % ab. Diese Schritte, zusammen mit dem gigantischen Verkaufsauftrag vom Dienstag, zeichnen das Bild von Institutionen, die nach einem schwierigen Frühjahr für die Kryptomärkte Risiken abbauen. Ob der Dark-Pool-Händler eines dieser Unternehmen oder ein völlig anderer Akteur war, bleibt eine offene Frage – eine, die der Markt in den kommenden Tagen genau beobachten wird.




