Die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP) hat ihre Interventionen am Dollar-Markt reduziert und lässt den Peso faktisch seinen eigenen Boden finden. Der diese Woche bestätigte Politikwechsel markiert eine Hinwendung zu marktgetriebener Währungsbewertung auf den Philippinen – und könnte der Kryptowährungs-Adoption in einem der aktivsten Krypto-Märkte Asiens einen echten Schub verleihen.
Was die BSP getan hat
Die Zentralbank war lange Zeit ein starker Akteur am Devisenmarkt, der Dollar kaufte und verkaufte, um die Volatilität des Peso zu glätten. Doch das ändert sich. Indem sie sich zurückzieht, lässt die BSP Angebot und Nachfrage den Wechselkurs freier bestimmen. Der Schritt erfolgt, während der Peso durch die globale Dollarstärke und ein wachsendes Handelsdefizit unter Druck geraten ist. Die Beamten haben keine spezifische Zielspanne genannt, aber die Botschaft ist klar: Die Zentralbank wird die Währung nicht mehr so aggressiv stützen wie zuvor.
Für Filipinos bedeutet ein schwankender Peso mehr Unsicherheit über den Wert ihrer Landeswährung. Genau das ist die Art von Umfeld, in dem Menschen nach Alternativen suchen. Kryptowährungen – insbesondere an den Dollar gekoppelte Stablecoins – werden zu einer natürlichen Absicherung. Die Philippinen sind bereits ein Top-Markt für Krypto-Überweisungen, mit Millionen von Überseearbeitern, die Geld nach Hause schicken. Ein schwächerer oder volatilerer Peso macht Dollar-denominierte Kryptowährungen für diese Überweisungen noch attraktiver. Bitcoin und andere Vermögenswerte bieten zudem einen Wertspeicher außerhalb des traditionellen Bankensystems, der bei einem fallenden Peso auf zunehmendes Interesse stoßen könnte.
Die nächste geldpolitische Sitzung der BSP ist für den 15. August angesetzt, bei der weitere Details zum Float-Mechanismus und etwaige Begleitmaßnahmen bekannt gegeben werden könnten. Vorerst ist die reduzierte Intervention ein klares Signal, dass die Zentralbank bereit ist, den Marktkräften eine größere Rolle zu überlassen. Ob dies zu einem Anstieg der Krypto-Adoption führt, hängt davon ab, wie sich der Peso tatsächlich verhält – aber die Voraussetzungen sind gegeben.




