Der Senatsausschuss für Banken wird am Donnerstag um 10:30 Uhr EST im Dirksen Senate Office Building das Digital Asset Market Clarity Act beraten und abstimmen. Der Gesetzentwurf, der letztes Jahr das Repräsentantenhaus passierte, aber im Senat ins Stocken geriet, hat laut Polymarket nun eine 73-prozentige Wahrscheinlichkeit, 2026 Gesetz zu werden – ein deutlicher Anstieg von 46 % Anfang Mai. Das Weiße Haus hat den 4. Juli als Ziel für die Unterzeichnung festgelegt.
Was der Gesetzentwurf bewirken würde
Das Clarity Act zielt darauf ab, klarere Regulierungsstandards für die Branche der digitalen Vermögenswerte zu schaffen. Laut Grayscale würde die Gesetzgebung nahezu jeden Bereich des Sektors betreffen und das derzeitige Flickwerk aus Durchsetzungsmaßnahmen durch einen definierten Rechtsrahmen ersetzen. Zach Pandl, Forschungsleiter bei Grayscale, sagte, das Gesetz könne Innovation und Kapitalbildung fördern, indem es Unsicherheit durch einen rechtlichen Rahmen ersetzt.
Letzter Vorstoß für Überarbeitungen
Bankenverbände drängen auf Änderungen an einem Renditekompromiss, der von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks vermittelt wurde. Die Verbände fordern weitere Einschränkungen für Stablecoin-Emittenten, die ihren Inhabern Belohnungen anbieten – eine Bestimmung, die sich zu einem Streitpunkt in den Verhandlungen entwickelt hat. Ein Entwurfstext des Clarity Act wurde vor der Beratung ausgewählten Branchenvertretern zugespielt, wie die Reporterin Eleanor Terrett bestätigte, was darauf hindeutet, dass die endgültige Formulierung noch angepasst wird.
Zeitplan des Weißen Hauses
Die Biden-Administration hat eine ehrgeizige Frist bis zum 4. Juli 2026 gesetzt, damit der Gesetzentwurf den Schreibtisch des Präsidenten erreicht. Dieser Zeitplan lässt nach der Beratung nur etwa sieben Wochen, damit der Senat den Entwurf verabschiedet und etwaige Unterschiede zur Version des Repräsentantenhauses ausgleicht – ein knappes Fenster angesichts der Komplexität der noch laufenden Verhandlungen.
Die Beratung selbst wird zeigen, ob der Tillis-Alsobrooks-Kompromiss hält oder ob es den Bankenverbänden gelingt, die Stablecoin-Belohnungsregeln zu verschärfen. Die Sitzung am Donnerstag wird auch testen, ob die 73-prozentige Polymarket-Wahrscheinlichkeit tatsächliche politische Dynamik oder nur Marktspekulation widerspiegelt.




