Tether hat eine Tokenisierungsvereinbarung mit der Nairobi Securities Exchange (NSE) unterzeichnet, gaben die Unternehmen am Mittwoch bekannt. Die Vereinbarung umfasst tokenisierte Wertpapiere, blockchain-basierte Marktinfrastruktur und die mögliche Nutzung von USDT als Abwicklungsschicht.
Was die Vereinbarung beinhaltet
Die Partnerschaft ist breit gefasst. Tether und die NSE werden die Ausgabe tokenisierter Versionen traditioneller Wertpapiere – Aktien, Anleihen oder andere Instrumente – auf einer Blockchain-Plattform prüfen. Sie planen außerdem den Aufbau einer Marktinfrastruktur, die auf Distributed-Ledger-Technologie basiert. Eine dritte Säule ist die mögliche Integration von Tethers USDT-Stablecoin als Abwicklungsasset für Geschäfte an der Börse.
Es wurde kein konkreter Zeitplan oder Pilottermin bekannt gegeben. Die beiden Parteien erklärten, dass sie vor der Einführung von Produkten zunächst die regulatorischen und technischen Anforderungen klären werden.
Warum die NSE wichtig ist
Die Nairobi Securities Exchange ist eine der größten und etabliertesten Börsen Afrikas. Ein Tokenisierungsvorstoß dort könnte als Testfall für andere afrikanische Märkte dienen, die ihre veralteten Handelssysteme modernisieren möchten. Tethers Beteiligung bringt einen Stablecoin mit hoher Liquidität, allerdings würde die Nutzung von USDT als Abwicklungsschicht die Genehmigung der kenianischen Regulierungsbehörden erfordern.
Die Vereinbarung verschafft Tether zudem einen Fuß in afrikanischen Kapitalmärkten, einer Region, in der die Krypto-Adoption rapide zugenommen hat, die institutionelle Infrastruktur jedoch lückenhaft bleibt.
Beide Seiten erklärten, dass sie im weiteren Verlauf des Projekts mit der Capital Markets Authority of Kenya und anderen Regulierungsbehörden zusammenarbeiten werden. Bislang wurden noch keine formellen Anträge eingereicht. Der nächste konkrete Schritt ist wahrscheinlich eine Machbarkeitsstudie oder ein Sandbox-Test, allerdings haben die Unternehmen noch kein Datum bestätigt.




