Die Übergangsfrist der EU-MiCA-Verordnung endet in 16 Tagen, am 1. Juli 2026. Nur 210 der über 1.200 Krypto-Unternehmen mit nationalen Vor-MiCA-Registrierungen haben vollständige Lizenzen erhalten. Nicht lizenzierte Firmen müssen ab sofort ihre EU-Kunden bedienen einstellen – ohne Verlängerungsmöglichkeit.
Die Lizenzlücke
Nur 210 Unternehmen haben die Hürde der CASP-Lizenz genommen. Das sind 210 von über 1.200 Vor-MiCA-Registrierungen. Lediglich 14 Börsen erhielten eine Handelsgenehmigung. Weitere 183 Unternehmen besitzen eine Vollzulassung in 20 EWR-Staaten. Der Rest steht in zwei Wochen vor der vollständigen Stilllegung.
Wer hat die Lizenz erhalten
Luxemburg, Frankreich und Irland haben die meisten Anträge bearbeitet. Ihre bestehenden Rahmenwerke verschafften den Unternehmen einen Vorsprung. Kraken, Coinbase, Bitstamp, OKX, Crypto.com und Bitpanda bieten ihre Dienste jetzt in allen 27 EU-Staaten grenzüberschreitend an. Sie sind die Ausnahmen. Die meisten konnten die Anforderungen nicht rechtzeitig erfüllen.
Realitätscheck zur Frist
Die ESMA hat bestätigt, dass es keine Gnadenfrist gibt. Nicht-EU-Plattformen, die EU-Kleinanleger bedienen, müssen unabhängig von ihrem Hauptsitz die Vorschriften einhalten. Das Gesetz betrachtet den Kundenstandort als maßgeblich. Nach dem 1. Juli werden nicht lizenzierte Aktivitäten illegal. Keine Verhandlungen. Keine Verlängerungen. Dann ist Schluss.
Die Branche hat bis Mitternacht am 30. Juni Zeit, den Betrieb einzustellen. Danach verlieren EU-Nutzer den Zugang. Die Uhr tickt.




