Ein Nutzer verlor 6.000 XRP, nachdem er auf ein Angebot hereingefallen war, das versprach, seine Gelder zu verdoppeln. Der Vorfall ist Teil eines starken Anstiegs betrügerischer Airdrop- und Giveaway-Aktivitäten, die XRPL-Nutzer ins Visier nehmen, warnt der ehemalige Ripple-CTO David Schwartz, der eine Warnung auf X veröffentlichte. Schwartz betont, dass nahezu alle derartigen Angebote auf sozialen Plattformen gefälscht sind.
Warum die Betrugswelle zunimmt
Betrüger geben sich als David Schwartz, Ripple-CEO Brad Garlinghouse und andere Projekte rund um das XRP Ledger aus. Schwartz wies besonders darauf hin, dass jeder, der auf Instagram, Telegram oder ähnlichen Plattformen vorgibt, er zu sein, höchstwahrscheinlich ein Betrüger ist. Ziel ist es, Nutzer dazu zu bringen, zuerst XRP zu senden oder private Schlüssel, Seed-Phrasen preiszugeben oder Wallets mit Phishing-Seiten zu verbinden.
Wie Betrüger ihre Opfer täuschen
Bithomp machte auf einen Trick aufmerksam, bei dem Betrüger unerwünschte NFTs mit irreführenden Nachrichten wie „Verification: Safe XRPL verify message“ versenden, die mit versteckten Kaufangeboten (Buy Offers) versehen sind. Die Annahme solcher Angebote kann XRP oder andere Vermögenswerte abziehen. Wietse Wind vom Xaman-Wallet-Team forderte die Nutzer auf, unbekannte Angebote unverzüglich zu stornieren. Weitere Betrugsmethoden umfassen Phishing-Websites, die Nutzer auffordern, Wallets zu verbinden oder Transaktionen unter dem Vorwand der Einlösung von Belohnungen zu genehmigen – und dann das Wallet leeren. Manche Systeme verlangen einfach eine Vorauszahlung in XRP mit dem Versprechen, mehr zurückzusenden, aber die Rückzahlung bleibt aus.
Was Nutzer tun können
Die Betrugsmethoden nutzen keine Schwachstellen im XRP Ledger selbst aus; sie beruhen ausschließlich auf Täuschung. Schwartz erklärte, dass kein seriöses Unternehmen überraschende Giveaways durchführt oder Nutzer auffordert, Gelder zu senden, private Schlüssel oder Seed-Phrasen preiszugeben. Nutzer werden angewiesen, unbekannte Links zu meiden, Wallets nicht mit ungeprüften Websites zu verbinden und verdächtige Konten zu melden. Tools von Bithomp und Xaman können Nutzern helfen, ausstehende Angebote zu überprüfen und zu stornieren, bevor Schaden entsteht.
Schnelles Handeln nach einem Betrug kann Verluste begrenzen, eine vollständige Wiederherstellung ist jedoch selten möglich. Der beste Schutz ist Vorbeugung: Vertrauen Sie niemals unaufgeforderten Angeboten und überprüfen Sie stets die Quelle jeder Giveaway-Aktion.




