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Niederländische Glücksspielaufsicht verbietet Wetten auf erste gelbe Karte und ersten Eckball bei der Weltmeisterschaft

Niederländische Glücksspielaufsicht verbietet Wetten auf erste gelbe Karte und ersten Eckball bei der Weltmeisterschaft

Niederländische Glücksspiellizenznehmer wurden angewiesen, keine Wetten darauf anzubieten, wer die erste gelbe Karte erhält oder wer den ersten Eckball bei der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft ausführt. Die Warnung erfolgte am Dienstag in einem Schreiben von Michel Groothuizen, dem Vorsitzenden der Kansspelautoriteit (KSA), der nationalen Glücksspielaufsicht. Die KSA drohte zudem mit sofortigen Durchsetzungsmaßnahmen gegen jeden Betreiber, der gegen die mit dem Turnier verbundenen Werbe- und Sponsoringregeln verstößt.

Was das KSA-Schreiben besagt

Groothuizens Schreiben stellte klar, dass Live-Wetten auf bestimmte Mikro-Ereignisse – insbesondere die erste gelbe Karte und den ersten Eckball – nach niederländischem Glücksspielrecht nicht erlaubt sind. Die Aufsichtsbehörde erläuterte die Begründung nicht, doch das Verbot deckt sich mit breiteren europäischen Bedenken hinsichtlich des Risikos von Spielmanipulationen im Zusammenhang mit sehr detaillierten Live-Wetten. Die KSA hatte solche Wetten zuvor als missbrauchsanfällig eingestuft, da sie schwer zu überwachen und leicht zu beeinflussen sind.

Warum die Warnung jetzt kommt

Die Weltmeisterschaft, die im November beginnt, zieht ein enormes Wettvolumen an. Regulierungsbehörden in ganz Europa verschärfen die Regeln für Live-Wettmärkte, und das Schreiben der KSA scheint ein präventiver Schritt zu sein. Der Zeitpunkt folgt zudem auf einen politischen Wandel: Vor vier Monaten wurde im Koalitionsvertrag von D66/VVD/CDA Online-Glücksspiel zusammen mit anderen unbestimmten Angelegenheiten aufgeführt, was auf mögliche künftige Einschränkungen hindeutet. Groothuizens Schreiben bezog sich nicht direkt auf den Koalitionsvertrag, aber der Kontext legt nahe, dass die Aufsichtsbehörde vor dem Turnier handelt, um Kontroversen zu vermeiden.

Was den Betreibern droht

Die KSA sparte nicht mit deutlichen Worten. Betreiber, die gegen die Werbe- oder Sponsoringregeln verstoßen – einschließlich der Bewerbung verbotener Wettarten – müssen mit sofortigen Durchsetzungsmaßnahmen rechnen. Dies könnte Geldstrafen, Lizenzentzüge oder öffentliche Rügen bedeuten. Die Aufsichtsbehörde ist in den letzten Jahren aggressiv vorgegangen und hat mehrere Unternehmen wegen Verstößen gegen Marketingrichtlinien mit Strafen belegt. Für diese Weltmeisterschaft sind die Einsätze höher, da das Turnier eine Flut von Anzeigen und Werbeaktionen auslöst.

Das Schreiben nannte keine Frist für die Einhaltung, aber die Betreiber werden erwartet, ihr Angebot vor dem ersten Spiel anzupassen. Die KSA hat sich noch nicht dazu geäußert, ob sie weitere Leitlinien herausgeben oder Live-Wettplattformen während des Ereignisses überwachen wird.