Der britische Abgeordnete Nigel Farage sieht sich einer Untersuchung gegenüber, nachdem er eine Spende in Höhe von 7 Millionen Pfund des Kryptowährungs-Milliardärs Christopher Harborne nicht deklariert hatte. Die Wahlkommission bestätigte diese Woche, dass sie eine Prüfung eingeleitet habe, ob die Spende gegen Wahlkampffinanzierungsregeln verstoßen habe. Die Summe – eine der größten einzelnen politischen Spenden der jüngeren britischen Geschichte – steht nun im Mittelpunkt einer Compliance-Prüfung, die zu Geldstrafen oder weiteren rechtlichen Schritten führen könnte.
Was die Untersuchung abdeckt
Die Kommission prüft, ob Farage die Spende von Harborne, einem thailändisch-britischen Geschäftsmann, der sein Vermögen mit Krypto-Handel und -Mining gemacht hat, ordnungsgemäß gemeldet hat. Nach britischem Recht müssen Spenden über 7.500 Pfund an eine politische Partei oder einen einzelnen Abgeordneten innerhalb von 30 Tagen deklariert werden. Farages Team hat nicht öffentlich erklärt, warum die Spende nicht registriert wurde, und der Abgeordnete hat sich noch nicht zu der Untersuchung geäußert.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Farage wegen Spenden unter die Lupe genommen wird. Aber die Höhe dieser Spende – und die Tatsache, dass der Spender eine Krypto-Persönlichkeit ist – verleiht der Sache eine neue Dimension.
Wer ist Christopher Harborne?
Harborne ist ein wenig bekannter, aber extrem wohlhabender Akteur in der Krypto-Welt. Sein Vermögen stammt von frühen Bitcoin-Investitionen und mehreren Blockchain-Unternehmen. In der Vergangenheit hat er pro-brexitistische Anliegen unterstützt, und seine Verbindung zu Farage ist die bisher öffentlichste politische Verbindung. Die Untersuchung könnte beide Männer dazu zwingen, mehr über ihre finanziellen Beziehungen offenzulegen.
Was als Nächstes passiert
Die Wahlkommission hat keine Frist für die Untersuchung gesetzt, aber in der Regel dauert sie mehrere Monate. Wenn ein Verstoß festgestellt wird, könnte Farage mit einer Geldstrafe belegt oder zur weiteren Untersuchung an die Polizei verwiesen werden. Derzeit konzentriert sich die Frage darauf, ob die Spende lediglich ein administratives Versehen oder eine bewusste Unterlassung war. Farages politische Zukunft könnte von der Antwort abhängen.




