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Erdbeben in Japan erschüttert Kryptomärkte – Rettungsarbeiten laufen

Erdbeben in Japan erschüttert Kryptomärkte – Rettungsarbeiten laufen

Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat am Montag Japan erschüttert und Rettungsarbeiten ausgelöst. Die Katastrophe trifft auf einen ohnehin verunsicherten Kryptomarkt – Bitcoin notiert bei 63.433 US-Dollar, der Fear & Greed Index liegt bei 28 („Angst“). Das Beben bringt eine zusätzliche Unsicherheit in einen Markt, der sich bereits seit Wochen im Abwärtstrend befindet.

Risikoaversion nimmt zu

Das Erdbeben verstärkt die Risikoaversion der Anleger. Da die globale Risikostimmung bereits angeschlagen ist, könnte der Kryptomarkt kurzfristig unter Verkaufsdruck geraten. Bitcoin könnte die Unterstützung bei rund 62.000 US-Dollar testen. Ein nachhaltiger Einbruch ist jedoch unwahrscheinlich, es sei denn, es kommt zu Nachbeben oder Schäden an der Infrastruktur. Der Yen-Carry-Trade – ein Multibillionen-Dollar-Markt, bei dem Anleger günstige Yen leihen, um risikoreiche Vermögenswerte zu kaufen – könnte sich auflösen, falls der Yen als sicherer Hafen aufwertet. Das würde gehebelte Trader zwingen, Bitcoin und Altcoins abzustoßen und die anfängliche Panik zu verstärken.

📊 Marktdaten auf einen Blick

24h Veränderung
-0,20 %
7d Veränderung
-1,70 %
Fear & Greed
28 Angst
Stimmung
🔴 leicht bärisch
Bitcoin (BTC):63.433 $Rang #1

Japanische Börsen im Fokus

Japan ist ein bedeutendes Krypto-Zentrum. Börsen wie bitFlyer, Coincheck und Zaif wickeln ein erhebliches Volumen in BTC/JPY-Paaren ab. Bislang gibt es keine Informationen darüber, ob eine von ihnen Auszahlungen oder den Handel ausgesetzt hat. Sollte eine große Börse ausfallen, könnte dies zu einer vorübergehenden Liquiditätslücke und einer Preisabweichung zwischen japanischen und globalen Märkten führen. Das ist ein Risiko, das man im Auge behalten sollte – insbesondere für diejenigen, die den Spread handeln.

Contraire Meinung: Historisch gesehen kauft man den Dip

Die Mainstream-Berichterstattung wird sich auf die menschliche Tragödie und die allgemeine Risikoaversion konzentrieren. Doch Trader mit einem längeren Gedächtnis könnten eine Gelegenheit sehen. Nach dem Tohoku-Erdbeben 2011 in Japan fiel Bitcoin zunächst, erholte sich dann aber stark, als lokale Anleger aus Fiat und Immobilien in dezentrale Wertaufbewahrungsmittel umschichteten. Der aktuelle Fear & Greed-Wert von 28 bedeutet extreme Angst – historisch gesehen ein starkes Kaufsignal. Falls sich das Muster wiederholt, könnte jeder Rückgang unter 63.000 US-Dollar nur von kurzer Dauer sein, mit einer Erholung innerhalb von 48 Stunden, wenn die Volumina an japanischen Börsen ansteigen.

Was als Nächstes zu beachten ist

Die Rettungsarbeiten laufen noch, und Nachbeben bleiben ein Risiko. Die unmittelbare Frage für Krypto-Trader ist, ob eine japanische Börse den Handel oder Auszahlungen aussetzt. Darüber hinaus sind der Yen-Carry-Trade und die japanische Halbleiter-Lieferkette – entscheidend für die ASIC-Miner-Produktion – langsam wirkende Faktoren, die in den kommenden Monaten die Mining-Kosten und das Hashrate-Wachstum beeinflussen könnten. Der Markt hält vorerst den Atem an.