Russische Angriffe haben die ukrainische Stadt Sumy getroffen und dabei sechs Menschen getötet sowie 29 weitere verletzt. Der Angriff erhöht die steigende Zahl ziviler Opfer in einem Konflikt, der keine Anzeichen auf einen Durchbruch zeigt.
Der Angriff auf Sumy
Die Angriffe ereigneten sich in Sumy, einer Stadt im Nordosten der Ukraine nahe der russischen Grenze. Rettungskräfte waren vor Ort, das volle Ausmaß der Schäden war zunächst nicht bekannt. Unter den Toten und Verletzten befanden sich Zivilisten, die Behörden machten jedoch keine weiteren Angaben zu deren Identität.
Sumy ist seit Beginn der groß angelegten Invasion wiederholt Ziel von Beschuss und Raketenangriffen. Dieser jüngste Angriff reiht sich ein in eine Serie von Attacken auf bewohnte Gebiete weit entfernt von der Frontlinie.
Ein umfassender Stillstand
Der Angriff verdeutlicht die menschlichen Kosten eines Krieges, der sich in einem zermürbenden Stillstand festgesetzt hat. Keine der beiden Seiten hat seit Monaten nennenswerte Gebietsgewinne erzielt. Die Frontlinie erstreckt sich über Hunderte von Kilometern durch den Osten und Süden der Ukraine, wo sich beide Armeen eingraben und Artilleriefeuer austauschen.
Diplomatische Bemühungen zur Beendigung der Kämpfe sind ins Stocken geraten. Internationale Sanktionen gegen Russland haben die militärische Kalkulation Moskaus nicht verändert, und die Ukraine drängt weiterhin auf mehr Waffen aus dem Westen. Die strategische Sackgasse bedeutet, dass Städte wie Sumy, Charkiw und nun erneut Sumy weiterhin Angriffen aus der Ferne ausgesetzt sind.
Für die Bewohner ist die Gefahr allgegenwärtig. Täglich heulen die Fliegeralarme, und die Bedrohung durch Raketen oder Drohnen lässt nie nach. Die sechs Toten in Sumy sind die jüngsten Namen auf einer Liste von Opfern, die mit jeder Woche länger wird.
Keine Gruppe hat sich zu dem Angriff bekannt, doch ukrainische Behörden machen regelmäßig russische Streitkräfte für solche Angriffe verantwortlich. Der Kreml hat sich zu diesem Vorfall bislang nicht geäußert.
Der Krieg zeigt keine Anzeichen auf ein baldiges Ende. Bis eine diplomatische Lösung gefunden wird oder eine Seite einen entscheidenden Vorteil auf dem Schlachtfeld erringt, werden Städte wie Sumy weiterhin den Preis zahlen.




