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SEC verlängert Prüfung von ETFs, die an Prognosemarkt-Quoten für Politik und Wirtschaft gekoppelt sind

SEC verlängert Prüfung von ETFs, die an Prognosemarkt-Quoten für Politik und Wirtschaft gekoppelt sind

Die Securities and Exchange Commission hat ihre Entscheidung über eine Reihe von börsengehandelten Fonds verschoben, die die Quoten von Prognosemärkten zu politischen Rennen und Wirtschaftsindikatoren abbilden würden. Die Behörde verlängerte ihren Prüfungszeitraum für die vorgeschlagenen ETFs, deren Wertentwicklung an Ereignisse wie Wahlergebnisse oder Zinsbewegungen gekoppelt wäre.

Was die ETFs abbilden würden

Die Fonds würden Indizes folgen, die aus Prognosemarktdaten erstellt werden – im Wesentlichen Wettquoten auf zukünftige Ereignisse. Ein Vorschlag konzentrierte sich auf politische Wettbewerbe, darunter Präsidentschafts- und Kongresswahlen. Ein anderer zielte auf Wirtschaftsindikatoren wie Inflation, Arbeitslosigkeit und geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken ab. Die Struktur würde es Anlegern ermöglichen, sich an den Wahrscheinlichkeiten zu beteiligen, die durch Prognosemarktpreise impliziert werden.

Regulatorische Hürden

Prognosemärkte bewegen sich seit langem in einer Grauzone des US-Rechts. Während einige Plattformen von der Commodity Futures Trading Commission für bestimmte Ereigniskontrakte lizenziert sind, sind politische Wetten weitgehend eingeschränkt. Die Prüfung der SEC deutet darauf hin, dass die Behörde abwägt, ob diese ETFs unter den Investment Company Act fallen würden und ob sie neuartige Anlegerschutzprobleme aufwerfen.

Breiterer Kontext

Die Verzögerung erfolgt, da Prognosemärkte zunehmend im Mainstream Beachtung finden, insbesondere im Vorfeld des Wahlzyklus 2024. Mehrere Plattformen verzeichneten in diesem Jahr Rekordvolumina bei Kandidatenquoten. Die Regulierungsbehörden bleiben jedoch vorsichtig, wenn es darum geht, traditionelle Finanzprodukte mit ereignisbasierten Derivaten zu vermischen.

Nächste Schritte

Die verlängerte Prüfung durch die SEC gibt der Behörde bis Anfang nächsten Jahres Zeit, die Anträge entweder zu genehmigen, abzulehnen oder weiter zu verzögern. Die Antragsteller müssen auf eine endgültige Entscheidung warten, die einen Präzedenzfall dafür schaffen könnte, wie wahlbezogene Fonds an den US-Märkten behandelt werden.