Der ehemalige Präsident Donald Trump fordert eine Untersuchung zu Vorwürfen, dass China aus 18 Bundesstaaten Wählerdaten gestohlen habe. Die Behauptung, die in konservativen Kreisen kursiert, wird inzwischen von mindestens einem Prognosemarkt als nahezu sicher eingestuft, der ihr am 16. Juli eine Wahrscheinlichkeit von 99,3 % zuwies.
Die Behauptung
Trumps Forderung bezieht sich auf Anschuldigungen, wonach chinesische Agenten auf Wählerregister in 18 Bundesstaaten zugegriffen haben. Details des angeblichen Diebstahls – welche Staaten betroffen waren, welche Daten abgegriffen wurden und wie der Einbruch erfolgte – wurden von keiner Regierungsbehörde öffentlich bestätigt. Trump legte in seiner Erklärung keine Beweise vor, forderte die Bundesbehörden jedoch auf, der Sache nachzugehen.
Signal aus dem Prognosemarkt
Die 99,3 % stammen von einem Prognosemarkt, der die Wahrscheinlichkeit der Bestätigung der Anschuldigung verfolgt. Solche Märkte erlauben es Nutzern, auf den Ausgang politischer Ereignisse zu wetten, und werden genutzt, um Erwartungen zu allem von Wahlergebnissen bis zu geopolitischen Konflikten einzuschätzen. Die nahezu sichere Einstufung dieser Behauptung deutet auf eine starke Überzeugung der Teilnehmer hin, dass der Diebstahl belegt wird, auch wenn Prognosemärkte nicht immer zutreffend sind.
Trumps Forderung nach einer Untersuchung verschärft die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China wegen Wahlbeeinflussung. Es wurde noch keine formelle Untersuchung angekündigt, und es ist unklar, welche Behörde die Federführung übernehmen würde. Die Anschuldigung selbst bleibt unbewiesen, und das Fehlen einer offiziellen Bestätigung bedeutet, dass die Geschichte noch in der Entwicklung ist.




