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Menschliche Neuronen treiben Doom-Gameplay in Labortest an

Menschliche Neuronen treiben Doom-Gameplay in Labortest an

Cortical Labs verband 200.000 menschliche Neuronen mit seiner CL1-Silizium-Schnittstelle und brachte sie dazu, Doom zu spielen. Die aus Blutstammzellen gezüchteten Neuronen navigierten durch die Spielwelt und feuerten Waffen ab. Trainingssitzungen verbesserten ihre Genauigkeit im Laufe der Zeit.

Wie das System funktionierte

Cortical Labs begann mit Stammzellen aus Blutproben Erwachsener. Sie züchteten daraus 200.000 Neuronen in einer Laborschale und platzierten sie auf dem CL1-Chip. Die Schnittstelle sendete elektrische Signale, die den Spielzustand von Doom repräsentierten – etwa feindliche Positionen und den Standort des Spielers. Sie las außerdem neuronale Spitzen aus, um sie in Bewegungs- und Schießbefehle zu übersetzen.

Lernen durch Training

Dooms visuelle Daten wurden zu elektrischen Mustern, die an die Neuronen weitergeleitet wurden. Bestimmte Spitzencluster signalisierten dem System, sich vorwärts zu bewegen oder zu feuern. Frühe Versuche waren langsam und ungenau. Nach wiederholten Sitzungen reagierten die Neuronen schneller und trafen Ziele häufiger. Das System lernte durch diese praktische Übung, welche neuronalen Muster am besten funktionierten.

Energiesparpotenzial

Menschliche Neuronen verbrauchen weit weniger Strom als Siliziumprozessoren. Dieses Experiment zeigt, dass biologische Systeme Echtzeitaufgaben bewältigen könnten, während sie nur wenig Energie benötigen. Cortical Labs sieht darin einen Schritt hin zu energiearmen Alternativen für die Computertechnik. Das Unternehmen stellt noch keine Verbraucherprodukte her, glaubt aber, dass der Ansatz für zukünftige Hardware vielversprechend ist.

Nächste Schritte

Das Forschungsteam wird die vollständigen Ergebnisse innerhalb von 30 Tagen bei einer Fachzeitschrift mit Peer-Review einreichen. Wissenschaftler werden die Methodik und Leistungsdaten genau prüfen. Cortical Labs möchte außerdem größere Neuronennetzwerke testen, um zu sehen, ob sie komplexere Aufgaben bewältigen. Die Entscheidung der Zeitschrift über die Veröffentlichung legt den weiteren Zeitplan fest.