Was der Angriff traf
Das Ziel war Amazons Dateninfrastruktur in Bahrain – ein wichtiger Knotenpunkt für die Cloud-Dienste des Unternehmens im Nahen Osten. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) sollen die Operation durchgeführt haben. Unabhängige Bestätigungen über das Ausmaß der Schäden oder Störungen liegen nicht vor, aber allein die Behauptung signalisiert eine neue Phase im Schattenkrieg zwischen Iran und seinen Golfnachbarn.
Warum Iran sagt, es habe es getan
Die offizielle Linie Irans besagt, dass der Angriff Vergeltung war. Wofür genau die Vergeltung erfolgt, geht aus den verfügbaren Fakten nicht hervor, aber die Beteiligung der IRGC – eines Zweigs des iranischen Militärs, der von den USA als Terrororganisation eingestuft wird – unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Schritts. Vergeltung wofür? Die Fakten sagen es nicht, aber der Zeitpunkt fügt sich in ein breiteres Muster von Cyber- und konventionellen Scharmützeln zwischen Iran und den mit den USA verbündeten Golfstaaten ein.
Ein Markt, der nach Pulver riecht
Ein Prognosemarkt – eine Plattform, auf der Händler auf reale Ereignisse wetten – zeigt nun eine Wahrscheinlichkeit von 51%, dass bis zum 22. Juli ein Militärschlag gegen einen Golfstaat erfolgt. Das ist ein Münzwurf innerhalb weniger Wochen. Prognosemärkte sind keine Kristallkugeln, aber sie sind zu einem groben Maßstab dafür geworden, wie Investoren und Analysten das Risiko einschätzen. Die Zahl könnte sich schnell ändern, wenn weitere Details des Amazon-Angriffs durchsickern oder die USA oder Bahrain reagieren.




