Die Bank of England erwägt laut einem Bericht der Financial Times, ihr Programm zur quantitativen Straffung zu beenden. Eine Entscheidung, den aktiven Verkauf von Staatsanleihen einzustellen, könnte sich auf die globalen Märkte auswirken und, wenn die Geschichte ein Hinweis ist, den Kryptowährungen Rückenwind verleihen.
Was der FT-Bericht sagt
Die Financial Times berichtete am Dienstag, dass Beamte der BoE darüber debattieren, ob die quantitative Straffung (QT) gestoppt werden soll, die die Bilanz der Zentralbank um etwa 100 Milliarden Pfund pro Jahr schrumpfen lässt. Dieser Schritt würde eine bedeutende politische Wende markieren und möglicherweise Liquidität im britischen Anleihemarkt und darüber hinaus freisetzen. Es wurde keine offizielle Ankündigung gemacht, und die Zentralbank lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
Kryptomärkte haben sich oft im Gleichschritt mit den globalen Liquiditätsbedingungen bewegt. Eine Pause der quantitativen Straffung durch eine große Zentralbank könnte auf eine breitere Lockerung der Geldpolitik hindeuten, die historisch gesehen die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen wie Bitcoin gesteigert hat. Der Bericht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Märkte für digitale Vermögenswerte in einer engen Spanne gehandelt werden und viele Händler auf einen Katalysator warten. Eine Änderung der Haltung der BoE könnte dieser Funke sein – insbesondere wenn sie andere Zentralbanken dazu ermutigt, es ihr gleichzutun.
Die nächste geldpolitische Sitzung der BoE ist für September geplant. Es wurde noch keine Entscheidung getroffen, und die Zentralbank hat sich nicht öffentlich zu dem FT-Bericht geäußert. Derzeit beobachten Krypto-Händler die Renditen britischer Staatsanleihen und das Pfund als frühe Signale für eine politische Wende. Wenn die BoE tatsächlich zurückrudert, wäre sie nicht die einzige Zentralbank, die eine straffe Politik überdenkt – aber sie wäre die erste, die öffentlich einen Rückzug signalisiert.




