Loading market data...

E*Trade schaltet Spot-Handel für BTC, ETH und SOL für US-Kunden frei

E*Trade schaltet Spot-Handel für BTC, ETH und SOL für US-Kunden frei

E*Trade hat am 16. Juli den lang erwarteten Rollout des Spot-Handels mit Bitcoin, Ether und Solana für US-Kunden abgeschlossen und damit die drei größten Nicht-Stablecoin-Kryptowährungen in seine bestehende Oberfläche integriert. Berechtigte Kunden können die Kryptowährungen nun direkt kaufen, verkaufen und halten – zusammen mit Aktien und ETFs. Die Brokerage verlangt eine Gebühr von 50 Basispunkten, die deutlich unter den Gebühren mehrerer Wall-Street-Konkurrenten im Wettlauf um Privatkunden im Kryptobereich liegt.

Eine Oberfläche, drei Token

Der Rollout umfasst Bitcoin, Ether und Solana – die drei nach Marktkapitalisierung größten Token außerhalb der Stablecoin-Kategorie. E*Trade-Kunden benötigen keine separate Krypto-Wallet oder einen zweiten Login; die Assets erscheinen direkt im selben Dashboard, das sie bereits für Aktien nutzen. Diese Integration ist das Rezept, das jeder traditionelle Broker nachzuahmen versucht – doch E*Trade hat es mit einer Gebührenstruktur geschafft, die deutlich günstiger ist als das, was Wettbewerber wie Robinhood und Charles Schwab für vergleichbare Spot-Geschäfte verlangen.

Warum die Gebühr wichtig ist

50 Basispunkte pro Trade – das ist ein halbes Prozent. Robinhood verlangt derzeit 1 Prozent für die meisten Krypto-Trades, obwohl der Satz für Vielnutzer sinkt. Auch Fidelitys Spot-Krypto-Angebot kostet 1 Prozent. Mit 50 Basispunkten setzt E*Trade ein aggressives Zeichen für mehr Volumen, insbesondere bei Privatanlegern, die häufig kaufen und verkaufen. Der Zeitpunkt ist für den Gesamtmarkt nicht ideal – die Kryptopreise sind den ganzen Monat über schwankend –, aber eine niedrigere Gebühr schadet nicht, wenn man Marktanteile gewinnen will.

Was die Nutzer am Dienstag sahen

Am 16. Juli wurde der Rollout ohne größere Probleme live geschaltet. Nutzer in sozialen Medien berichteten, dass die neuen Krypto-Handelsfelder am Vormittag in ihren Konten erschienen. Die Brokerage gab keine große Pressemitteilung heraus; sie schaltete einfach um. Für Kunden, die bereits während der früheren Pilotphasen gewartet hatten, krönte die vollständige Einführung einen Prozess, der monatelang angedeutet worden war.

Wer noch abseits steht

E*Trade, das zu Morgan Stanley gehört, ist nach Robinhood und Fidelity der dritte große US-Broker, der Privatkunden den Spot-Krypto-Handel anbietet. Doch der große – Merrill Lynch und die Bank of America – hat sich noch nicht bewegt. Auch J.P. Morgans Privatkundensparte ist noch nicht eingestiegen. Das Rennen um Kryptowährungen an der Wall Street steckt noch in den Anfängen, und E*Trade hat einen sehr klaren Preis auf den Tisch gelegt. Ob die Konkurrenten die 50-Basispunkte-Gebühr übernehmen oder auf andere Weise konkurrieren werden, ist die nächste konkrete Frage – und die Antwort könnte bereits bei den nächsten Gewinnmitteilungen in diesem Monat kommen.