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Applied Digital überschreitet 1 GW an KI-Rechenzentrumsverträgen und erwartet 11 Milliarden Dollar Einnahmen von CoreWeave

Applied Digital überschreitet 1 GW an KI-Rechenzentrumsverträgen und erwartet 11 Milliarden Dollar Einnahmen von CoreWeave

Applied Digital – das Unternehmen, das ursprünglich als Applied Blockchain startete – hat die 1-Gigawatt-Marke für vertraglich gebundene KI-Rechenzentrumskapazität überschritten. Das Unternehmen erwartet nun Mieteinnahmen in Höhe von 11 Milliarden Dollar von einem einzigen Kunden, CoreWeave, während es seine Umstellung vom Kryptowährungs-Mining zur Hochleistungsrechner-Infrastruktur abschließt.

Von Minern zu Megawatt

Applied Digital war ursprünglich ein Bitcoin-Mining-Betrieb, hat aber in den letzten zwei Jahren sein Geschäftsmodell umgestellt. Der große Wandel: Statt ASICs zum Hashing von Blöcken zu betreiben, baut und vermietet das Unternehmen nun großflächige Rechenzentren, die auf KI-Workloads zugeschnitten sind. Der 1-GW-Meilenstein bedeutet, dass es Verträge für genügend Strom unterzeichnet hat, um etwa 200.000 High-End-GPUs unter Volllast zu betreiben – eine Größenordnung, die es mit spezialisierten Cloud-Anbietern gleichzieht.

Der CoreWeave-Vertrag

Die Einnahmen von 11 Milliarden Dollar stammen aus einem einzigen Mietvertrag mit CoreWeave, einem Cloud-Anbieter, der sich auf GPU-beschleunigte Rechenleistung spezialisiert hat. Dieser Vertrag umfasst eine langfristige Verpflichtung für einen Teil der Kapazität von Applied Digital. Zum Vergleich: 11 Milliarden Dollar an vertraglich gebundenen Mieteinnahmen sind eine enorme Summe für ein Unternehmen, das noch vor wenigen Jahren mit weniger als 1 Milliarde Dollar bewertet wurde. Es zeigt, wie hungrig der Markt für KI-Training und -Inferenz nach physischer Infrastruktur ist.

Warum die Umstellung funktioniert hat

Die bestehenden Standorte von Applied Digital waren bereits mit hoher Stromkapazität und industrieller Kühlung ausgestattet – beides Notwendigkeiten für das Bitcoin-Mining. Dieselben physischen Anlagen lassen sich leicht für KI-Rechenzentren anpassen, die noch dichtere Strom- und Kühllösungen benötigen. Das Unternehmen musste nicht bei Null anfangen; es musste nur die Mieter wechseln. Auch das Timing hilft: Die Nachfrage nach KI-Rechenzentren steigt schneller, als neue Kapazitäten ans Netz gehen können, sodass Betreiber mit sofort verfügbaren Flächen Spitzenpreise erzielen.

Applied Digital hat den genauen Zeitplan für die vollständige Inbetriebnahme der 1 GW Kapazität nicht bekannt gegeben, aber der CoreWeave-Vertrag soll in den nächsten 18 Monaten hochgefahren werden. Das Unternehmen wird zusätzliche Finanzmittel für den Bau benötigen, wobei der Auftragsbestand an Mieteinnahmen dabei helfen dürfte. Derzeit ist es eines der klarsten Beispiele dafür, wie sich ein Krypto-Miner erfolgreich als KI-Infrastruktur-Engagement neu erfindet.