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ICE (NYSE-Eigentümer) und OKX planen ölgebundene Perpetual Futures auf Brent und WTI

ICE (NYSE-Eigentümer) und OKX planen ölgebundene Perpetual Futures auf Brent und WTI

Die Intercontinental Exchange (ICE), die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange, arbeitet mit der Kryptobörse OKX zusammen, um ölgebundene Perpetual Futures auf Basis der Brent- und WTI-Benchmarks einzuführen. Dieser Schritt bringt Krypto-Derivate weiter in traditionelle Energiemärkte, obwohl die Produkte unter Lizenzbeschränkungen betrieben werden.

Was geplant ist

Die Perpetual Futures werden die beiden meistbeachteten Rohöl-Benchmarks abbilden – Brent Crude und West Texas Intermediate (WTI). ICE besitzt die Lizenzrechte für beide Indizes, und OKX übernimmt die Kryptobörsenseite. Die Produkte sind so konzipiert, dass Händler Zugang zu Ölpreisen erhalten, ohne je eine Barrel physisch zu liefern, und nutzen dabei die in Kryptomärkten übliche Perpetual-Swap-Struktur.

Ölgebundene Derivate sind im traditionellen Finanzwesen bereits riesig – allein ICE wickelt täglich Milliarden an Brent-Futures ab. Die Einführung von Perpetuals bedeutet, dass Krypto-native Händler rund um die Uhr auf Rohöl wetten können, ohne Verfallsdatum. Aber die Lizenzbeschränkungen sind entscheidend: ICE gibt seine Benchmarks nicht einfach kostenlos heraus. OKX muss die Bedingungen erfüllen, die ICE festlegt, wahrscheinlich in Bezug auf Berichterstattung, Positionslimits und Gerichtsbarkeitszugang.

Wer Zugang hat

Die Vereinbarung ist nicht für alle offen. Aufgrund der Lizenzbeschränkungen werden die Kontrakte nicht in jedem Land verfügbar sein, in dem OKX tätig ist. Die Börse muss Nutzer aus bestimmten Gerichtsbarkeiten aussperren – wahrscheinlich die USA und einige andere, wo die Regulierung von Rohstoffen mit Krypto-Perpetuals kollidieren würde. Das ist für OKX nicht ungewöhnlich; es blockiert bereits US-IPs auf seiner Hauptplattform.

Was als Nächstes kommt

Weder ICE noch OKX haben ein Startdatum bekannt gegeben. Der nächste konkrete Schritt werden regulatorische Einreichungen sein – jedes Produkt, das an ICE-Benchmarks gebunden ist und Privatkunden angeboten wird, benötigt Genehmigungen in wichtigen Märkten. OKX muss auch seine Lizenz-Compliance-Infrastruktur finalisieren. Angesichts der Komplexität wäre ein Start vor dem 4. Quartal 2026 optimistisch.