Mastercard gab am Mittwoch bekannt, dass es seine globale Abwicklungsinfrastruktur um zusätzliche Intraday-, Wochenend- und Feiertagsfenster erweitert. Dabei kommt die On-Chain-Abwicklung mittels regulierter Stablecoins ins Spiel, mit Circle, Paxos und Ripple als Partnern.
Warum der Zeitpunkt wichtig ist
Das derzeitige Abwicklungssystem des Zahlungsnetzwerks verarbeitet Transaktionen in der Regel nach einem standardmäßigen Bankenzeitplan. Durch die Hinzunahme weiterer Fenster können Banken und Händler Zahlungen schneller abschließen, insbesondere außerhalb der regulären Geschäftszeiten. Mastercard begründete die Erweiterung mit der wachsenden Nachfrage nach Echtzeitabwicklung in einer digitalen Wirtschaft, die nie schläft.
Die Partner hinter dem Stablecoin-Teil
Circle, Paxos und Ripple steuern jeweils unterschiedliche Teile der On-Chain-Abwicklungsfähigkeit bei. Circle bringt seinen USDC-Stablecoin ein, der in Kryptomärkten weit verbreitet ist. Paxos bietet seine eigene regulierte Stablecoin-Infrastruktur an. Ripple, bekannt für sein grenzüberschreitendes Zahlungsnetzwerk, stellt Liquidität und Abwicklungstechnologie bereit. Mastercard integriert diese Optionen in seine bestehenden Clearing- und Abwicklungsschienen, sodass Finanzinstitute wählen können, welchen Stablecoin sie für Intraday- oder Wochenendabwicklungen verwenden möchten.
Was dies für Banken ändert
Banken, die bereits mit Mastercard zusammenarbeiten, können Transaktionen in Stablecoins abwickeln, ohne separate Krypto-Pipelines aufbauen zu müssen. Das Unternehmen bietet ihnen damit einen direkten Einstieg in die Blockchain-basierte Abwicklung, jedoch innerhalb der Leitplanken regulierter Stablecoins. Das bedeutet keine Exposition gegenüber nicht lizenzierten Token oder volatilen Kryptowährungen.
Mastercard testet bereits seit Jahren die Blockchain-basierte Abwicklung. Diese Erweiterung formalisiert diese Experimente zu einem Produkt, das seinem Netzwerk von über 20.000 Finanzinstituten zur Verfügung steht.
Was noch unbekannt ist
Das Unternehmen gab nicht bekannt, wann die neuen Abwicklungsfenster in Betrieb gehen werden. Es nannte auch keine Banken oder Händler, die sich zuerst für die Nutzung des erweiterten Dienstes verpflichtet haben. Vorläufig signalisiert die Ankündigung, wohin Mastercard den Markt steuern sieht – hin zu einer Abwicklungsinfrastruktur, die rund um die Uhr läuft und Stablecoins einen Teil der Last übernehmen lässt.




