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Ölpreise könnten Allzeithochs erreichen, da die Spannungen im Nahen Osten eskalieren, sagt IEA-Chef

Ölpreise könnten Allzeithochs erreichen, da die Spannungen im Nahen Osten eskalieren, sagt IEA-Chef

Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA, Israel und dem Iran wecken tiefe Besorgnis über die globalen Energiemärkte. Der Chef der Internationalen Energieagentur warnte davor, dass die Rohölpreise auf ein noch nie dagewesenes Niveau steigen könnten, was die bereits mit Inflation kämpfenden Volkswirtschaften zu destabilisieren droht.

Mögliche Verschiebungen in der Versorgungsstrategie

Der IEA-Chef deutete an, dass der Konflikt große Veränderungen in der Art und Weise erzwingen könnte, wie Energie produziert und weltweit transportiert wird. Lieferstrategien, die auf Stabilität im Nahen Osten angewiesen sind, könnten umgestoßen werden, sagte der Beamte, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Ölmärkte bereits angespannt sind, mit begrenzten freien Kapazitäten und immer noch starker Nachfrage.

Globale Energiemärkte in höchster Alarmbereitschaft

Analysten haben die Region seit langem als Brennpunkt bezeichnet, aber die aktuelle Eskalation – mit direkten Drohungen zwischen Iran und Israel, wobei die USA ihren Verbündeten unterstützen – erhöht die Einsätze dramatisch. Jede Störung der Lieferungen durch die Straße von Hormus, einen kritischen Engpass für etwa ein Fünftel des weltweiten Öls, würde die Preise in die Höhe treiben. Der IEA-Chef schloss ein solches Szenario nicht aus und wies darauf hin, dass die Agentur die Entwicklungen genau beobachte.

Die Ölpreise sind in den letzten Wochen bereits gestiegen. Eine ausgewachsene Krise könnte die Referenzpreise über den inflationsbereinigten Rekord von 147 Dollar pro Barrel aus dem Jahr 2008 treiben. Das würde die Verbraucher an der Zapfsäule hart treffen und die allgemeinen Inflationsdrucke verstärken, die die Zentralbanken zu bekämpfen versuchen.

Die IEA hat nicht zur Freigabe von Notvorräten aufgerufen, aber die Äußerungen des Chefs deuten darauf hin, dass die Mitgliedsländer sich auf Notfälle vorbereiten. Der nächste monatliche Ölmarktbericht der Agentur, der in zwei Wochen erscheinen soll, wird eine detailliertere Bewertung liefern.