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US-Finanzministerium will eingefrorene iranische Gelder nutzen, um Angriffsschäden von Golf-Verbündeten auszugleichen

US-Finanzministerium will eingefrorene iranische Gelder nutzen, um Angriffsschäden von Golf-Verbündeten auszugleichen

Finanzminister Scott Bessent gab am Freitag bekannt, dass die USA Schäden durch iranische Angriffe auf Golf-Verbündete mit eingefrorenen iranischen Vermögenswerten decken werden. Der Schritt beruht auf Geldern, die aufgrund von US-Sanktionen blockiert sind und nach Angaben iranischer Beamter über 100 Milliarden Dollar betragen. Bessent teilte die Entscheidung in sozialen Medien mit, ohne zu erläutern, wie der Prozess ablaufen soll.

So funktioniert der Plan des Finanzministeriums

Das Finanzministerium wird auf iranische Konten zugreifen, die durch US-Sanktionen eingefroren wurden, um Schäden aus jüngsten Angriffen zu begleichen. Bessent nannte weder die betroffenen Golfstaaten noch die Angriffsereignisse im Detail. Sein Social-Media-Beitrag enthielt keinen Zeitplan für den Beginn der Entschädigungen. Die Behörde hat nicht erläutert, wie sie bestimmen will, welche eingefrorenen Vermögenswerte verwendet werden oder wie viel Geld bereitgestellt wird.

Irans Forderung nach Vermögenswerten

Iranische Beamte behaupten, dass über 100 Milliarden Dollar ihrer Vermögenswerte derzeit durch US-Sanktionen blockiert sind. Das Finanzministerium hat diese genaue Zahl nie öffentlich bestätigt. Es handelt sich um den größten Topf eingefrorener Gelder unter US-Kontrolle, der auf Konten weltweit gehalten wird. Die Regierung hat keine Aufschlüsselung darüber veröffentlicht, wo diese Vermögenswerte aufbewahrt werden oder in welchem Zustand sie sich befinden.

Position der Golfstaaten

Die betroffenen Golf-Verbündeten haben sich bisher nicht öffentlich zu Bessents Ankündigung geäußert. Ihre Regierungen haben wiederholt US-Schutz vor iranischen Bedrohungen gesucht. Mit dem Schritt des Finanzministeriums wird die Last der Entschädigung von den Verbündeten auf iranische Gelder verlagert. Da die Schadenshöhen nicht bekannt sind, stehen diese Nationen vor Unsicherheit hinsichtlich der Zeitpläne für die Rückerstattung.

Offene Fragen bleiben

Das Finanzministerium hat nicht klargestellt, ob der Kongress diese Mittelübertragung genehmigen muss. Es hat auch nicht gesagt, wie es die Schäden durch iranische Angriffe bewerten wird. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass dieser Ansatz einen Präzedenzfall für die Nutzung eingefrorener Vermögenswerte in künftigen Konflikten schaffen könnte. Der Prozess könnte neue Vereinbarungen zwischen den USA und ihren Golf-Partnern erfordern, bevor Zahlungen beginnen. Das Finanzministerium hat keinen Termin für den Beginn des Verrechnungsprozesses festgelegt, sodass die betroffenen Länder auf Details warten.