Bitcoin wurde Anfang dieser Woche bei Revolut kurzzeitig zu einem Preis von etwa 0,02 USD gehandelt, eine drastische Abweichung vom Marktpreis, die die Plattform auf einen Ausfall eines Drittanbieters zurückführte. Die Anomalie hielt nur kurz an, bevor die Preise wieder in den Normalzustand zurückkehrten, doch der Vorfall verunsicherte Nutzer, deren Portfolios kurzzeitig nahezu auf Null sanken.
Was bei Revolut geschah
Für einige Minuten am 8. Mai meldeten Revolut-Nutzer, dass Bitcoin zu ein paar Cent statt zu Tausenden von Dollar bewertet wurde. Der Fehler scheint auf ein Problem mit dem Datenfeed durch einen externen Anbieter zurückzugehen – Revolut nannte das Unternehmen nicht. Das Unternehmen bestätigte den Ausfall in einer Stellungnahme und erklärte, dass die fehlerhafte Preisfestlegung mit dem Dienst des Drittanbieters verbunden war und nicht mit seinem eigenen Orderbuch oder den Verwahrungssystemen.
Einige Nutzer versuchten schnell, den günstigen Kurs auszunutzen, doch die Plattform stoppte den Handel des betroffenen Paares, bevor Aufträge zu diesem absurden Preis ausgeführt werden konnten. Revolut stellte später den normalen Preis wieder her und betonte, dass keine Kundengelder verloren gingen.
Nicht der erste Datenfeed-Fehler
Ausfälle von Börsen und Brokerage-Plattformen aufgrund fehlerhafter Datenfeeds sind nichts Neues, doch sie überraschen Nutzer immer wieder. Im Jahr 2025 verursachte ein ähnlicher Datenfeed-Fehler einen plötzlichen Preisanstieg an einer großen US-Börse, obwohl dieser Vorfall nur Sekunden andauerte. Der Vorfall bei Revolut dauerte länger – lang genug, um Screenshots und Panik in sozialen Medien zu verbreiten.
Der Zeitpunkt ist ungünstig. Die Kryptomärkte waren in diesem Frühjahr vergleichsweise ruhig, und ein solcher Preisfehler nährt die Erzählung, dass die Infrastruktur für eine breite Nutzung noch immer nicht zuverlässig genug ist. Revolut stößt immer tiefer in Kryptodienstleistungen vor, einschließlich Staking und Transfers, sodass ein Datenfehler dieser Art Fragen zur Stabilität ihres Backends aufwirft.
Was Revolut dagegen unternimmt
Revolut erklärte, dass es mit dem Drittanbieter zusammenarbeite, um die Ursache des Problems zu ermitteln und einen erneuten Vorfall zu verhindern. Das Unternehmen gab nicht bekannt, ob es Anbieter wechseln oder einen eigenen Notfall-Datenfeed aufbauen wird. Derzeit hat die Plattform zusätzliche Überwachung für den Bitcoin-Preisstrom eingeführt.
Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf Revolut-Fiat-Währungen oder andere Kryptoassets, und das Unternehmen betonte, dass die Konten der Kunden währenddessen sicher waren. Dennoch dachten viele Nutzer für einige Minuten, ihr Bitcoin sei 20 Dollar wert.




