Die EU bemüht sich, ihr Handelsabkommen mit den USA vor den Straßburger Gesprächen am 19. Mai abzuschließen, doch Trumps Drohung vom 2. Mai, die Autozölle auf 25 % zu erhöhen, hat den Fortschritt gestoppt. Da das deutsche Wachstum bei 0,8 % stagniert und die Inflationsrate (PCE) im März mit 3,5 % die Fed dazu zwingt, die Zinsen zu halten, gerät Bitcoin durch die nachlassende Risikobereitschaft zunehmend unter Druck.
Gespräche auf der Kippe
Die Trilog-Sitzung nächste Woche ist richtungsweisend. Chefhandelsunterhändler Bernd Lange sagte am 7. Mai, es sei „noch ein weiter Weg“ trotz der Verabschiedung des Umsetzungsgesetzes durch das Europäische Parlament im März. Einige EU-Regierungen wehrten sich gegen die Auslaufklausel und die Schutzklauseln des Abkommens, da diese die Umsetzung zu sehr verlangsamten. Doch Trumps Zolldrohung lastet schwer auf den Verhandlungen.
Inflation bleibt hartnäckig
Die Fed bestätigte am 8. April, dass die Zölle bis November 2025 den Kern-Güter-PCE um 3,1 % angehoben haben. Die Forschung der Dallas Fed vom 5. Mai untermauerte diese Ergebnisse. Die wahre Kerninflation ohne Zölle läge bei etwa 2,3 % – weit unter der Realität von 3,5 % im März. Die Fed hielt die Zinsen letzten Monat bei 3,5 %–3,75 % und bezeichnete die Inflation als „weiterhin erhöht“. Daten der San Francisco Fed zeigen, dass Zollspitzen die Güterinflation im zweiten Jahr am stärksten treffen und den Druck auf die Entscheidungsträger aufrechterhalten.
Bitcoin erfasst die De-Risking-Welle
Dies ist nicht nur eine wirtschaftliche Geschichte. Der IWF stellte fest, dass ein einziger „Krypto-Faktor“ nun 80 % der Krypto-Kursbewegungen antreibt, wobei Bitcoin und Ethereum 4- bis 8-mal stärker mit US-Aktien verbunden sind als vor der Pandemie. Nichtlineare Zolleffekte könnten die Fed weiterhin binden und die Dollarliquidität verknappen. Wenn europäische Wachstumsängste auf US-Inflationssorgen treffen, stoßen die Märkte Risikoanlagen ab. Bitcoin wird dieses Mal keine Ausnahme bekommen.
Das Straßburger Treffen am 19. Mai wird entscheiden, ob Zolldrohungen oder die Dynamik des Abkommens siegen. Scheitern die Gespräche, bleibt die Fed länger abwartend – und Krypto trägt die Hauptlast.




