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Bitcoin über 73.000 US-Dollar: Hormuz-Blockade-News beflügeln, Analysten uneins über Kursrichtung

Bitcoin über 73.000 US-Dollar: Hormuz-Blockade-News beflügeln, Analysten uneins über Kursrichtung

Bitcoin erreichte am frühen Freitag 73.300 US-Dollar, nachdem Präsident Trump erklärte, die USA könnten die Seeblockade in der Straße von Hormus aufheben – ein Schritt, den die Märkte als Zeichen der Entspannung mit dem Iran werteten. Der Kurs ist seitdem leicht gefallen und liegt laut CoinMarketCap zum Redaktionsschluss bei rund 73.100 US-Dollar. Der Kursanstieg geht jedoch mit einer Spaltung unter Analysten einher: Einige sprechen von einer historischen Kaufzone, andere warnen vor einem scharfen Rücksetzer.

Geopolitischer Ausschlag von Bitcoin

Die Blockade in der Straße von Hormus ist seit Monaten ein Brennpunkt, der die Ölpreise in die Höhe treibt und die Angst vor einem größeren Nahostkonflikt schürt. Trumps Aussage – dass die Blockade im Rahmen eines Entwurfsabkommens mit dem Iran aufgehoben werden könnte – gab Risikoanlagen einen Schub. Bitcoin stieg fast sofort über 73.000 US-Dollar, obwohl das Abkommen noch nicht ratifiziert und keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Für Krypto-Händler ist die Logik klar: Ein Friedensabkommen reduziert kriegsbedingte Inflationsdruck, was grundsätzlich bullisch für Bitcoin ist.

Analystenmeinungen gehen auseinander

Nicht alle sind überzeugt, dass die Rallye Bestand hat. Analyst Altcoin Sherpa wies darauf hin, dass Bitcoin auf niedrigeren Zeitrahmen Schwäche zeigt, mit einem möglichen Rückgang auf 70.000 US-Dollar oder tiefer. Ein anderer Analyst, Colin, verwies auf historische Muster: Bitcoin ist in früheren Zyklen vom Höhepunkt bis zum Bärenmarkt-Tief um 77 % oder mehr gefallen. Wenn der Zyklushöhepunkt bei etwa 126.000 US-Dollar lag, würde ein Rückgang um 70 % Bitcoin auf 38.000 US-Dollar bringen. Er warnte zudem, dass verzögerte Auswirkungen niedriger Ölreserven den S&P 500 nach unten ziehen könnten, was Bitcoin mitreißen würde.

Auf der bullischen Seite vermerkte Analyst Vivek, dass Bitcoin gerade eine technische Kaufzone betreten hat, ähnlich wie 2018 und 2022, die beide massiven Rallyen vorausgingen – 1.700 % bzw. 660 %. Der Zeitpunkt, argumentierte er, könnte sich erneut abzeichnen.

Der Faktor Friedensabkommen

Die USA und der Iran haben einen Entwurf eines Abkommens, aber es ist nicht unterzeichnet. Trump hat noch kein endgültiges Ja gegeben. Das hinterlässt viel Unsicherheit am Markt. Wenn das Abkommen zustande kommt, sind sich Analysten weitgehend einig, dass dies positiv für Bitcoin ist, aber wenn die Gespräche scheitern oder die Blockade bestehen bleibt, könnte sich die aktuelle Rallye schnell umkehren. Der Markt preist Optimismus ein, aber noch keine Gewissheit.

Bitcoin befindet sich in einer Zone, in der der nächste Katalysator – ein Friedensabkommen oder ein Abbruch der Gespräche – die Richtung vorgeben dürfte. Die ungelöste Frage ist, ob die Hormus-Blockade tatsächlich aufgehoben wird. Bis dies bestätigt ist, ist mit Volatilität zu rechnen. Das Kursniveau von 70.000 US-Dollar ist die wichtige Unterstützung auf der Unterseite, und ein Durchbruch darunter könnte die Verluste beschleunigen.