Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, erklärte diese Woche, dass 60.000 $ der Tiefststand von Bitcoin sei, und verwies dabei auf die Halbierungszyklen der Kryptowährung als Grundlage für seine Prognose. Doch On-Chain-Daten und Community-Umfragen erzählen eine andere Geschichte – eine, in der der Markt möglicherweise noch nicht seinen Boden gefunden hat.
Armstrongs 60.000 $-Untergrenze
Armstrong machte die Aussage ohne großes Aufsehen, aber sie kam mit Gewicht. Dass ein CEO einer großen Börse eine genaue Zahl für einen Tiefststand nennt, ist selten. Er verwies auf die Halbierungszyklen von Bitcoin – die etwa alle vier Jahre stattfindenden Ereignisse, bei denen die Blockbelohnung halbiert wird – als Grund. Die Idee: Historische Muster rund um Halbierungen haben oft Preistiefs markiert. Armstrong sagte nicht, wann dieser Tiefststand halten würde, sondern nur, dass es 60.000 $ seien.
Was die Daten sagen
Nicht jeder kauft das. On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass der Markt noch nicht seinen Tiefpunkt erreicht hat. Community-Umfragen spiegeln diese Stimmung wider. Die Diskrepanz zwischen der Überzeugung eines CEOs und den rohen Zahlen ist schwer zu ignorieren. Ob das einen noch tieferen Tiefststand bedeutet oder die Daten hinterherhinken, bleibt eine offene Frage.
Die Diskrepanz
Armstrongs Prognose stellt ihn gegen einen Teil des Marktes. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Führungskräfte kühne Vorhersagen treffen, aber die Kluft zwischen seiner 60.000 $-Untergrenze und den On-Chain-Signalen ist groß. Vorerst beobachten Händler, welche Seite zuerst nachgibt.
Die nächsten Wochen werden Armstrongs These auf die Probe stellen. Falls Bitcoin über 60.000 $ bleibt, gewinnt sein Halbierungszyklus-Argument an Glaubwürdigkeit. Fällt er tiefer, haben die Daten gewonnen. So oder so, der Markt schaut zu.




