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Deutschland erwägt Ende der Krypto-Steuerbefreiung bis 2027

Deutschland erwägt Ende der Krypto-Steuerbefreiung bis 2027

Deutschland erwägt einen Plan zur Abschaffung seiner einjährigen Krypto-Steuerbefreiung, mit einem möglichen Inkrafttreten im Jahr 2027. Der noch in der Diskussionsphase befindliche Schritt würde die Regelung beseitigen, die es Investoren derzeit erlaubt, digitale Vermögenswerte nach einer Haltedauer von mindestens 12 Monaten steuerfrei zu verkaufen.

Der Vorschlag

Nach dem aktuellen deutschen Steuerrecht zahlen Privatpersonen, die Kryptowährungen länger als ein Jahr halten, keine Kapitalertragsteuer auf Gewinne aus einem Verkauf. Diese Ausnahme hat das Land zu einem relativ attraktiven Standort für langfristige Krypto-Investoren gemacht. Die Regierung erwägt nun, diesen Vorteil ab 2027 zu beenden.

Sollte die Änderung in Kraft treten, würde dies bedeuten, dass jede nach 2026 verkaufte Kryptowährung unabhängig von der Haltedauer dem regulären Kapitalertragsteuersatz unterliegt. Der Zeitplan – 2027 – gibt Anlegern mindestens ein Jahr Vorlaufzeit, um ihre Strategien anzupassen, aber allein die Unsicherheit könnte das Verhalten verändern. Manche Halter könnten Verkäufe vor dem Stichtag beschleunigen, um steuerfreie Gewinne zu sichern.

Zeitplan

Der Vorschlag ist noch kein Gesetz. Er muss den deutschen Gesetzgebungsprozess durchlaufen, der in der Regel mehrere Lesungen im Bundestag und die Zustimmung des Bundesrates umfasst. Ein formeller Gesetzentwurf wurde noch nicht eingebracht, aber das Signal der Regierung deutet darauf hin, dass die Tage der Ausnahme gezählt sind. Als frühestmögliches Inkrafttreten wird der 1. Januar 2027 genannt.

Investoren und Steuerberater werden den Gesetzgebungsfahrplan genau verfolgen. Ein konkreter Gesetzentwurf wird noch in diesem Jahr erwartet.