Die langjährige Schwäche von Ethereum gegenüber Bitcoin hat gerade einen neuen technischen Meilenstein erreicht. Das ETH/BTC-Paar brach diese Woche aus der Unterstützung des absteigenden Dreiecks aus, eine Bewegung, die Analysten zufolge den zunehmenden bärischen Druck auf die zweitgrößte Kryptowährung bestätigt. Ethereum notiert nun relativ zu Bitcoin niedriger als bei zuletzt rund 60.000 USD – eine deutliche Erinnerung daran, wie sehr die Kryptowährung hinterherhinkt.
Der Ausbruch im Chart
Das absteigende Dreieck hielt wochenlang, wobei Verkäufer die Rallyes immer wieder begrenzten und Käufer es nicht schafften, über den flachen Widerstand hinauszukommen. Dieses Muster brach schließlich zusammen, sodass ETH/BTC auf Niveaus fiel, die zuletzt bei den Tiefständen des Vorjahreszyklus erreicht wurden. Die unmittelbare Unterstützung liegt im dollarbasierten Ethereum-Chart bei etwa 2.187 und 2.122 USD, während der Widerstand bei 2.318 und 2.646 USD konzentriert ist. Ein entscheidender Ausbruch unter die untere Kanalunterstützung könnte auf einen größeren Markthöhepunkt hinweisen und die Aufmerksamkeit auf die Februar-Tiefstände lenken.
Worauf Analysten achten
Analyst Ardi warnte, dass Ethereum bei einer weiteren Abschwächung des gesamten Kryptomarktes neue Tiefstände erreichen könnte, noch bevor Bitcoin die 60.000-USD-Marke erneut erreicht – ein Szenario, das die Leistungslücke vergrößern würde. Nicht alle deuten die Zeichen jedoch so bärisch. More Crypto Online beschreibt die jüngste Bewegung als korrektiv, nicht als Beginn eines starken impulsiven Verkaufstrends. Diese Unterscheidung ist entscheidend: Ein korrektiver Rückgang neigt dazu, sich zurückzubilden und dann den Trend fortzusetzen, während ein impulsiver Absturz eine strukturelle Veränderung bestätigen würde.
Erholungsstruktur bleibt intakt
Trotz des Ausbruchs bleibt Ethereums größere Erholungsstruktur technisch intakt, solange Verkäufer keinen stärkeren Ausbruch verursachen. Die Kryptowährung hält sich weiterhin über ihrem Zyklustief gegenüber Bitcoin aus dem April letzten Jahres, was ein makroökonomisches höheres Tief darstellt. Diese Linie ist entscheidend – verlieren sie diese, erhält die bullische These einen schweren Rückschlag. Derzeit befindet sich das Paar an einem Entscheidungspunkt: Entweder treten Käufer im aktuellen Unterstützungsbereich ein, oder die nächste Abwärtsphase beginnt.
Alle Blicke richten sich darauf, ob Ether den Bereich zwischen 2.187 und 2.122 USD in den kommenden Sitzungen verteidigen kann. Ein klarer Ausbruch darunter würde die Februar-Tiefstände zum neuen Referenzpunkt machen.




