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Falkenhafte Zinspause der Fed verändert Bitcoin-Kalkül – Analysten uneins über Zeitpunkt

Falkenhafte Zinspause der Fed verändert Bitcoin-Kalkül – Analysten uneins über Zeitpunkt

Die Federal Reserve hat die Zinsen diese Woche unverändert gelassen, aber eine falkenhafte Botschaft übermittelt, die das Kalkül für Risikoanlagen wie Bitcoin verändert. Vier Analysten, die die Schnittstelle zwischen Makropolitik und Krypto verfolgen, waren sich einig, dass die Entscheidung eindeutig falkenhaft war. Sie sind sich jedoch uneins, ob die eigentliche Bewährungsprobe für Bitcoin in Tagen oder Wochen kommt.

Warum die Haltung der Fed für Bitcoin wichtig ist

Bitcoin hat sich im Juli weitgehend in einer engen Spanne bewegt, auch weil die Märkte eine Zinspause bereits eingepreist hatten. Die falkenhafte Überraschung lag in der Wortwahl. Die Fed signalisierte, dass sie die Inflation immer noch als zu klebrig ansieht, um die Zinsen bald zu senken, und dass sie es nicht eilig hat, zu lockern. Für einen risikobehafteten Vermögenswert wie Bitcoin bedeutet dies, dass der Liquiditätsschleusen eng bleiben. Längere höhere Zinsen tendieren dazu, Kapital in zinstragende Instrumente und weg von spekulativen Anlagen zu ziehen.

Was die Analysten sagen

Die vier Analysten, mit denen GF sprach, bezeichneten die Entscheidung alle als falkenhaft. Einer wies auf die angehobenen Wachstumsprognosen der Fed hin als Zeichen dafür, dass die Zentralbank mit einer restriktiven Politik zufrieden ist. Ein anderer merkte an, dass der Dot Plot immer noch nur auf eine Zinssenkung in diesem Jahr hindeutet, und zwar erst im Dezember. Die Uneinigkeit betrifft den Zeitpunkt. Zwei Analysten glauben, dass die nächste größere Abwärtsbewegung von Bitcoin innerhalb von Tagen kommen könnte, wenn die falkenhafte Realität einsickert. Die anderen beiden argumentieren, dass der eigentliche Test sechs Wochen entfernt ist, wenn die September-Sitzung neue Wirtschaftsprognosen und eine mögliche Kehrtwende bringt.

Bislang verhaltene Reaktion von Bitcoin

Bitcoin reagierte kaum auf die Nachrichten. In den Stunden nach der Fed-Erklärung gab er um etwa 1 % nach und stabilisierte sich dann. Das ist nicht ungewöhnlich. Märkte brauchen oft einige Sitzungen, um eine politische Verschiebung zu verdauen, insbesondere eine, die mehr den Ton als die Handlung betrifft. Der wirkliche Druck könnte sich nächste Woche zeigen, wenn Optionsverfall und Monatsend-Umschichtung hinzukommen.

Was als Nächstes zu beachten ist

Die nächste Fed-Sitzung ist am 17. September. Bis dahin werden jede Inflationsveröffentlichung und jeder Arbeitsmarktbericht besonders genau unter die Lupe genommen. Wenn die Juli-CPI-Daten heiß ausfallen, verhärtet sich die falkenhafte Erzählung und Bitcoin könnte die jüngsten Tiefststände testen. Wenn die Daten nachlassen, verschiebt sich die Debatte zurück zur Frage, wann die erste Zinssenkung kommt. Im Moment stecken die Händler in einem Wartespiel fest – einem, bei dem die Zentralbank die Karten in der Hand hält.