Ein Hacker, der Anfang des Monats rund 5,9 Millionen US-Dollar aus dem Trusted-Volumes-Protokoll abgezogen hat, hat 1.122 ETH zurückgeschickt – aber etwa 2 Millionen US-Dollar als De-facto-Prämie behalten. Die teilweise Rückgabe, bestätigt durch On-Chain-Daten von Etherscan, erfolgt nach dem Exploit vom 7. Mai, bei dem eine Umgehung der Signaturprüfung im RFQ-Swap-Proxy des Protokolls ausgenutzt wurde.
Wie der Exploit funktionierte
Der Angreifer fand eine Schwachstelle im Smart Contract, der Request-for-Quote-Swaps abwickelt. Durch die Umgehung des Schritts der Signaturverifikation konnte er die Gelder des Protokolls in einer einzigen Transaktion abziehen. On-Chain-Aufzeichnungen zeigen, dass die gestohlenen Vermögenswerte schnell bewegt wurden, aber die Wallet des Hackers war von Anfang an öffentlich verfolgbar – eine häufige Dynamik bei DeFi-Vorfällen, bei denen rechtliche Schritte begrenzt sind.
Die teilweise Rückgewinnung und die Prämie
Trusted Volumes erhielt 1.122 ETH zurück, aber das ist nur ein Teil des Entwendeten. Der Angreifer behielt Kryptowährungen im Wert von etwa 2 Millionen US-Dollar, was effektiv als Prämie für das Auffinden des Bugs diente. Diese Art der Einigung – verhandeln, etwas zurückgeben, etwas behalten – hat sich in der dezentralen Finanzwelt zu einem Muster entwickelt. Ohne eine zentrale Autorität, die Gelder einfrieren kann, müssen Protokolle oft mit den Eindringlingen verhandeln.
Was als Nächstes für Trusted Volumes ansteht
Das Protokoll ist nicht vollständig wiederhergestellt, und die Nutzer warten auf Antworten. Trusted Volumes muss ein klares Post-Mortem vorlegen, das genau erklärt, wie die Signaturprüfung versagte und was getan wird, um eine Wiederholung zu verhindern. Das Vertrauen nach einem 5,9-Millionen-Dollar-Loch wiederherzustellen, wird nicht von allein geschehen. Die Community wird auf diesen Bericht achten – und auf jede weitere Bewegung aus der Wallet des Hackers.




