Ein Händler mit der Wallet-Adresse 0xcf6 hat seit Anfang April aus einer anfänglichen Einzahlung von 27.950 $ fast 3 Millionen $ auf der Hyperliquid-Börse gemacht. Das Konto erreichte Ende Mai einen Höchststand von über 3,1 Millionen $ und lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nahe der 3-Millionen-Marke. Der Erfolg beruhte fast ausschließlich auf gehebelten Long-Wetten – hauptsächlich auf tokenisierten Aktien-Perpetuals für Micron Technology und Intel.
Die Wetten, die sich auszahlten
Zwei Positionen machten den Großteil der Gewinne aus. Der Micron-Long mit 10-fachem Hebel hatte einen nicht realisierten Gewinn von fast 1,96 Millionen $ bei einer Position im Wert von 3,86 Millionen $. Der Intel-Long, ebenfalls mit 10-fachem Hebel, lag mit etwa 1,01 Millionen $ im Plus bei einer Position von 2,04 Millionen $. Zu den sechs offenen Positionen des Händlers gehören auch Hyperligands nativer Token HYPE, Meta, BlackBerry und Venice Token (VVV). Der HYPE-Long (10x, 1,69 Millionen $) war um etwa 123.000 $ gestiegen. Der META-Long (10x, 454.000 $) war um 16.000 $ gefallen. BB (10x, 198.000 $) legte um 20.000 $ zu. Die kleinste Wette – ein VVV-Long mit 3-fachem Hebel und nur 35.000 $ – war um 1.800 $ gefallen.
Warum Aktien-Perpetuals?
Tokenisierte Aktien-Perpetuals bilden reale Aktienkurse ab, werden aber in USDC abgerechnet. Sie gewähren keine Aktionärsrechte – keine Dividenden, kein Stimmrecht. Hyperliquid ist eine der wenigen Krypto-Börsen, die sie anbieten, und sie ermöglichen es Händlern, gehebelte Richtungswetten auf Aktien einzugehen, ohne das Krypto-Ökosystem zu verlassen. Das bedeutet auch, dass Funding-Zahlungen anfallen. Das Konto dieses Händlers hatte im Laufe der Zeit bereits mehr als 90.000 $ an Funding verloren – ein stetiger Abfluss, der selbst erfolgreiche Positionen aufzehren kann.
Das Problem des Survivorship Bias
Die meisten Hyperliquid-Händler verlieren über längere Zeiträume Geld, wie der X-Nutzer Ivan Lim anmerkte. Diese Geschichte ist ein Lehrbuchbeispiel für Survivorship Bias: Ein Ausreißer macht Schlagzeilen, während die schweigende Mehrheit ausgelöscht wird. Der Erfolg des Händlers ändert nichts an den Wahrscheinlichkeiten – er sorgt nur für eine gute Grafik. Ob das Konto nahe der 3-Millionen-Marke bleibt oder zu bluten beginnt, hängt davon ab, ob diese Long-Positionen weiterhin Gewinne abwerfen, bevor die Funding-Kosten den Bestand weiter auffressen.




