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Irans 7,8-Milliarden-Dollar-Krypto-Ökosystem gefährdet, da Stromnetz unter US-Angriffen leidet

Irans 7,8-Milliarden-Dollar-Krypto-Ökosystem gefährdet, da Stromnetz unter US-Angriffen leidet

Das Krypto-Ökosystem des Iran wird auf 7,8 Milliarden Dollar geschätzt, doch eine sich ausweitende Stromkrise – ausgelöst durch US-Angriffe auf die Strominfrastruktur des Landes – wirft nun Zweifel an der kurzfristigen Überlebensfähigkeit des Sektors auf. Die Angriffe, die rotierende Sparmaßnahmen im ganzen Land erzwungen haben, bedrohen direkt die Bitcoin-Mining-Aktivitäten des Iran, eine tragende Säule der lokalen Krypto-Wirtschaft.

Der 7,8-Milliarden-Dollar-Fußabdruck

Das Krypto-Ökosystem des Iran – einschließlich Mining, Handel und außerbörslicher Märkte – ist nach internen Schätzungen auf einen Wert von 7,8 Milliarden Dollar angewachsen. Diese Zahl spiegelt die Rolle des Landes als eines der größten Bitcoin-Mining-Zentren der Welt wider, angetrieben durch günstige subventionierte Energie. Doch genau diese Energieabhängigkeit ist nun zu einem Risiko geworden.

Stromnetz unter Druck

US-Militärschläge gegen die iranische Strominfrastruktur haben erhebliche Schäden an der Erzeugungs- und Übertragungskapazität verursacht. Die Regierung hat mit Sparmaßnahmen reagiert, darunter rollierende Stromausfälle und Einschränkungen des industriellen Stromverbrauchs. Miner – die rund um die Uhr energieintensive Anlagen betreiben – spüren den Druck zuerst.

Lokalen Quellen zufolge sind die Mining-Operationen bereits betroffen. Einige Anlagen mussten ihren Betrieb einstellen oder die Produktion drastisch reduzieren. Der Zeitpunkt könnte nicht schlechter sein: Der Krypto-Sektor des Iran navigierte bereits durch regulatorische Unsicherheiten und Währungsschwankungen. Eine Stromknappheit fügt nun eine neue operative Risikoebene hinzu.

Was die Miner erwartet

Für die Miner bedeuten die Stromausfälle entgangene Einnahmen und mögliche Schäden an der Hardware durch plötzliche Abschaltungen. Viele verlassen sich auf informelle Vereinbarungen mit lokalen Stromversorgern, die während Sparphasen ohne Vorankündigung gekappt werden können. Die Netz-Hashrate des Landes – ein Maß für die gesamte Mining-Leistung – wird in den kommenden Wochen voraussichtlich deutlich sinken.

Einige Miner versuchen Berichten zufolge, auf private Generatoren umzusteigen, doch das schmälert die Gewinnmargen. Angesichts des aktuellen Bitcoin-Kurses war die Wirtschaftlichkeit des Minings im Iran bereits angespannt. Die Stromkrise könnte kleinere Betreiber aus dem Geschäft drängen.

Was als Nächstes kommt

Die iranische Regierung hat sich noch nicht offiziell zu den Auswirkungen auf das Krypto-Mining geäußert. Die entscheidende Frage ist, wie lange die Sparmaßnahmen andauern werden. Falls die Schäden am Stromnetz umfangreich sind, könnten die Stromausfälle bis in den Herbst hinein andauern und dem Mining-Sektor für Monate die Hauptstromquelle entziehen.

Vorerst befindet sich das 7,8-Milliarden-Dollar-Ökosystem im Überlebensmodus. Die Miner beobachten das Stromnetz – und die nächste Runde der US-Angriffe – genauer als den Bitcoin-Kurs.