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UK verschiebt Kapitalertragsteuer auf Krypto-Kredite und Liquiditätspools ab April 2027

UK verschiebt Kapitalertragsteuer auf Krypto-Kredite und Liquiditätspools ab April 2027

Die britische Steuerbehörde wird bestimmte Krypto-Kredit- und Liquiditätspool-Transaktionen ab April 2027 als „ohne Gewinn, ohne Verlust“ behandeln und die Kapitalertragsteuer (CGT) so lange verschieben, bis Nutzer eine wirtschaftliche Veräußerung vornehmen. Diese Maßnahme, die diese Woche angekündigt wurde, soll voraussichtlich rund 700.000 Personen betreffen und die Steuerberichterstattung für DeFi-Nutzer vereinfachen.

Was die Regel bewirkt

Nach den derzeitigen Vorschriften können selbst routinemäßige DeFi-Transaktionen wie das Verleihen von Token oder das Hinzufügen zu einem Liquiditätspool ein steuerpflichtiges Ereignis auslösen. Die neue Richtlinie von HMRC ändert das. Ab April 2027 gelten diese Vorgänge nicht mehr als Veräußerung im Sinne der Kapitalertragsteuer. Stattdessen wird die Steuerlast aufgeschoben, bis ein Nutzer die Position verkauft oder anderweitig in Fiat oder einen anderen Vermögenswert umwandelt – was HMRC als „wirtschaftliche Veräußerung“ bezeichnet.

Wer betroffen ist

HMRC schätzt, dass rund 700.000 Personen betroffen sein werden. Dazu gehören Nutzer von Krypto-Kreditplattformen sowie Teilnehmer an automatisierten Market-Maker-Liquiditätspools. Die Behörde nannte keine spezifischen Protokolle, aber die Regel gilt allgemein für alle Vereinbarungen, bei denen Token verliehen oder in Pools eingebracht werden, sodass der Nutzer ein wirtschaftliches Interesse behält. Es handelt sich nicht um eine pauschale Befreiung – nur Transaktionen, die die Kriterien für „ohne Gewinn, ohne Verlust“ erfüllen, sind betroffen.

Warum HMRC jetzt handelt

Die Maßnahme zielt darauf ab, die Compliance zu vereinfachen. DeFi-Nutzer stehen oft vor einem Labyrinth steuerpflichtiger Ereignisse, jedes Mal wenn sie Token in Smart Contracts bewegen. Durch die Verschiebung der Steuerlast bringt HMRC die Berichtspflicht mit dem tatsächlichen wirtschaftlichen Gewinn in Einklang – also wenn jemand auszahlt. Der Schritt bringt das Vereinigte Königreich auch näher an den Ansatz einiger anderer Rechtsordnungen, auch wenn die Details unterschiedlich sind.

Was als Nächstes passiert

Die neuen Regeln treten ab April 2027 in Kraft. HMRC hat noch keine vollständige technische Anleitung veröffentlicht, erwartet diese jedoch vor Beginn des Steuerjahres 2027/28. Nutzer und Plattformen sollten die anstehende Gesetzesvorlage im Auge behalten, die genau festlegen wird, welche Transaktionen qualifizieren und wie sie gemeldet werden müssen. Die Uhr tickt – es bleiben etwa neun Monate bis zum Inkrafttreten der neuen Regelung.